Insider

Patagonien auf eigene Faust

Patagonien am wortwörtlichen „Ende der Welt“ begeistert und belohnt Blauwasser-Träumer, Gletscherfreunde, Wanderer und Extremsportler auf unterschiedlichste Art und Weise. Genau hinsehen und einen Gang zurückschalten lohnt sich.

Perito Moreno - Eisiger Riese

Der monumentale 30 km lange Gletscher Perito Moreno darf auf keiner Patagonien-Reise fehlen. Das Besondere an ihm ist, dass er nicht schrumpft, da der hohe Schneefall (30 Meter pro Jahr) auf dem Gletscher den Verlust im unteren Bereich ausgleicht. Des Weiteren bewegt er sich jeden Tag um zwei Meter unter Donnern und Knallen, was ihn zu einem einzigartigen Naturerlebnis macht. Eine Wanderung lohnt sich allemal und ist auch für ungeübte Besucher ohne Probleme zu bewältigen, weswegen man jedoch davon ausgehen muss, keine idyllische Einsamkeit auf dem Gletscher zu erwarten.

Bosque Petrificado - Versteinerter Wald

Der versteinerte Wald Bosque Petrificado mag auf den aller ersten Blick wenig beeindruckend scheinen, jedoch lohnt sich ein Besuch allemal. In der patagonischen Steppe gelegen beherbergt er 75 Millionen Jahre alte Bäume, die durch Vulkanausbrüche erstickten und versteinerten und heute noch die gleiche Zellstruktur aufweisen. Besonders beeindruckend ist der Steilhang aus Tuff, mit Erosionsrinnen und stehen gebliebenen Türmen und Hügeln. Der kurze Rundweg dauert eine Stunde.

Magellan-Pinguine

Ein wunderbares Erlebnis bereiten einem die Magellan-Pinguine in Punta Tombo. Im Sommerhalbjahr leben dort mehr als 50.000 Paare, die sich lediglich zum Brüten und Mausern von Wasser an Land begeben. Sie graben einen Bau unter den Büschen, der bis zu 1 Meter tief sein kann wo sie mit ihrem Partner und ein bis zwei Küken leben und sich im Frühling und Sommer vor der Hitze verstecken. Die Gegend Punta Tombo beherbergt bis zu einer Million Pinguine, was vor allem daran liegt, dass das Meer nicht verschmutzt ist. Denn das ist der Grund, warum es hier von Fischen, die den Pinguinen als Nahrung dienen, nur so wimmelt.

Ushuaia - Südlichste Stadt

Willkommen der südlichsten Stadt Argentiniens: Ushuaia. Ihr Name bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt“! Sie ist die Hauptstadt der argentinischen Provinz Feuerland (Tierra del Fuego). Von Buenos Aires braucht man etwa vier Stunden mit dem Flugzeug. Von hier aus lassen sich Antarktis-Kreuzfahrten und -Expeditionen planen sowie eine Vielzahl beeindruckender Sehenswürdigkeiten besuchen. Bekannt wurde die Stadt übrigens durch ein Gefängnis, das dort bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, und zwar von rückfällig gewordenen Straftätern selbst. Heute lockt die Stadt vor allem mit Bootsfahrten auf dem Beagle-Kanal oder der Pinguininsel (Isla Martillo), einem Museum, welches sich im ehemaligen Gefängniskomplex befindet, sowie der Möglichkeit, an Hundeschlittentouren und Schneeschuhwanderungen teilzunehmen.

Torres del Paine Nationalpark

Der Torres del Paine Nationalpark ist ein Abenteuerspielplatz für Kletterer und Wanderer. Die drei Granitnadeln (Türme des blauen Himmels) sind seine Wahrzeichen. Auf einem 130 Kilometer langen und in 4.500 Metern Höhe gelegenen Wanderweg (O-Weg) umrundet man den Gebirgsstock und wird mit sagenhaften Aussichten belohnt. Das Gepäck muss jedoch selbst getragen werden. Eine weitere Option, einen Teil des Parks zu erkunden, ist der W-Weg. Dieser umfasst den südlichen Teil des Rundwegs und führt durch drei Täler, 70 Kilometer in vier Tagen. Wer keine Lust auf Zelt hat, dem bietet sich auch die Möglichkeit, im Hotel zu schlafen. Auf dem Weg zum Glaciar Grey erfahren Sie Patagoniens Naturkräfte hautnah. Stürme und Schauer an der Westseite, die vom Pazifischen Ozean zum Festland fegen. Um zum Gletscher zu gelangen, empfiehlt sich eine Bootsfahrt zum Refugio Grey, von der aus Sie ein einzigartiges Panorama bewundern können. Das dortige Zusammenspiel von Felsen, Eis und Wasser wird ihnen unvergessliche Momente bereiten. Vergessen Sie aber nicht, die Kosten für den Eintritt einzuplanen, in der Hauptsaison sind das ungefähr 30€.

Lagunen und Berge von El Chaltén

Schroffe Gipfel, feuerrote Sonnenaufgänge und glasklare Lagunen beschreiben den 30 Jahre jungen Ort am besten. Eine Tageswanderung zum Aussichtspunkt Mirador Torre, von wo aus man auf den Gipfel des Cerro Torre blicken kann darf auf keiner Patagonienreise fehlen. Weiter kann man zur Laguna Torre wandern, eine eisblaue Lagune mit glasklarem Wasser, auf dem sich bizarre Eisblöcke tummeln können, die zuvor vom Gletscher gebrochen sind. Beginnen Sie die Wanderung frühzeitig, um den Reisegruppen zuvorzukommen. Die Strecke umfasst 24 Kilometer. Ein weiteres Highlight ist eine Wanderung zum Monte Fitz Roy. Es gibt unterschiedliche Wege mit variierenden Schwierigkeitsgraden, um zum Berg zu gelangen. Auf dem Weg dorthin kann ein Abstecher zur Laguna Capri gemacht werden. Hier wandern Sie 26 Kilometer.

Lisa Ewersbach

Lisa Ewersbach

Lisa hat ihr Herz an Israel verloren und begeistert sich auch sonst für den mittleren Osten. 30 Grad empfindet sie als wohltemperiert und neben der Sonne sind Hummus und Käse ihre elementaren Überlebensfaktoren.

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