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Petra in Jordanien: Reiseführer

Eine uralte Stadt, verborgen hinter einer langen Schlucht. Vor 2000 Jahren in den Fels gehauen und erst vor 200 Jahren wiederentdeckt: Das ist Petra.

Die antike Felsenstadt weckt Ihre Abenteuerlust? Hier erfahren Sie, was es mit der Geschichte des lange verschollenen Ortes auf sich hat, welche Sehenswürdigkeiten besonders empfehlenswert sind und worauf Sie bei einem Besuch sonst noch achten sollten.

Wo in Jordanien befindet sich Petra? Und wo genau liegt eigentlich Jordanien?

Petra ist eine antike Stätte, die in der Region Wadi Musa in Jordanien zu finden ist. Die Talsenke, in der sich Petra befindet, ist zwischen dem Toten Meer und dem Golf von Aqaba gelegen. Das Bergland von Edom war in vergangenen Zeiten ein Knotenpunkt für Karawanen, weshalb sich die rosarote Stadt zu einem bedeutenden Handelsposten entwickelte.

Petra ist der herrlichste Ort der Welt

T. E. Lawrence

Wie weit ist Petra von Amman entfernt?

Die Entfernung per Luftlinie beträgt 187 Kilometer, der tatsächliche Weg ist allerdings 238 Kilometer lang. Innerhalb von etwa drei Stunden ist man also mit dem Auto in Petra. Aber auch ohne Auto können Sie problemlos in die antike Stadt gelangen. Die Fahrt mit dem Bus von Amman aus dauert etwa dreieinhalb Stunden und startet bereist morgens um 6:30 Uhr, zurück geht es um 16 Uhr. Sie können zur Anreise ebenso das Taxi nehmen, das ist nicht unüblich in Jordanien.

Ist Petra eines der Weltwunder?

Petra wurde 1985 ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen und 2007 zu einem der neuen sieben Weltwunder erklärt.

Was muss man gesehen haben?

Bereits in der Antike wurde Petra durch mehrere Erdbeben verschüttet, sodass viele reich verzierte Tempel, Grabanlagen, Kultstätten sowie Säulengänge bis heute unter einer tiefen Sandschicht verborgen sind. Wenngleich man davon ausgeht, dass bisher nur rund 20 Prozent der Stadt ausgegraben wurden, eröffnen sich Ihnen mehr als 800 Stätten. Wir verraten Ihnen, welche Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Siq - Das Tor zur Stadt

Um auf Erkundungstour durch die rote Stadt zu gehen, betreten Sie einen spektakulären Weg. Eine enge, wellenartig gewundene Schlucht ist der Haupteingang zur Stadt Petra. Das Siq schlängelt sich durch die 80 Meter hohen Felsen und führt Sie zur wohl bekanntesten Ansicht der antiken Stätte: dem Portal des Schatzhauses.

Tipp: Die schönsten Fotos bekommen Sie gegen 10 Uhr, dann wird das Schatzhaus in ein warmes Licht getaucht und die Rottöne strahlen besonders stark.

Siq: Eingang zur Felsenstadt Petra

Das Schatzhaus - Auf den Spuren von Indiana Jones

40 Meter in die Höhe erhebt sich El Khazne al-Firaun, das Schatzhaus des Pharaos, vor Ihnen. Obwohl es der Name vermuten lässt, befindet sich hinter den Mauern keine Schatzkammer. Heute weiß man, dass das Gebäude als Mausoleum für die Familie des Nabatäerkönigs Aretas IV. in den Stein gemeißelt wurde. In vergangener Zeit vermutete man jedoch, dass sich hier große Reichtümer verbergen. Für Indiana Jones war es hingegen der Ort, der ihm den Weg zum heiligen Gral wies.

Die bekannteste Ansicht Petras: Fassade des Schatzhauses

Wand der Könige - Erstrahlt in herrschaftlichem Rot

Die Königsgräber reihen sich aneinander wie Perlen an der Schnur. Und genauso schillernd mögen Sie einst gewesen sein. Ihre Größe und Ausschmückung lassen auch heute erahnen, welchen Stellenwert die dreizehn Tempel zu Zeiten der Nabatäer, alten Römer und Griechen hatten. Das Palastgrab, das Urnengrab und das Korinthische Grab gehören zu den größten und imposantesten ihrer Art in der geheimnisvollen Felsenstadt.

In den Fels gehauen: Die Grabkammern

Römisches Theater – Wo Logen auf Gräber treffen

Auf dem Weg zum Zentrum kommen Sie am Theater vorbei, das einst 7.000 Zuschauern Platz bot. Die Besonderheit ist hier aber nicht die Größe oder das raffinierte Abflusssystem, sondern die Verbindung zu den Toten der Stadt. Es befindet sich nämlich eine Nekropole in unmittelbarer Nähe, so als ob auch die Verstorbenen dem Schauspiel stets beiwohnen sollten. Sogar die besten Plätze sind für die Toten reserviert, denn es sind Grabkammern, die auf den obersten Rängen platziert wurden. Damit schlägt das Theater von Petra eine Brücke zwischen Diesseits und Jenseits, die einmalig auf der Welt ist.

Römisches Theater: Das Bauwerk der Nabatäer wurde von den Römern ergänzt

Ad Deir – Am Abgrund entlang zum Felsentempel

Ad Deir, das Kloster, liegt recht abgelegen auf dem riesigen Areal. Um hierher zu gelangen, planen Sie eine etwa zweistündige Wanderung durch das Wadi Khareeb ein. Zahlreiche Stufen führen Sie hinauf zum Ort der Stille. Seinen Namen erhielt das Monument übrigens aufgrund der Mönche, die hier im Mittelalter gelebt haben. Ursprünglich hatte der Ort aber wohl eine ganz andere Aufgabe: Er diente wahrscheinlich als Mausoleum für einen der ersten Nabatäerkönige, Obodas I.

Blick auf das Kloster Ad Deir in Petra

Reisezeit

Die durchschnittlich wärmsten Zeiten sind die Monate Juni bis September, dann liegen die Temperaturen meist um die 35°C. Im Frühling und Herbst hingegen ist das Erkunden der antiken Felsenstadt besonders angenehm, Sonnenschein bei 25°C und eine geringe Regenwahrscheinlichkeit machen diese Jahreszeiten perfekt für den Besuch Petras.

Um ein wenig Einsamkeit zu genießen, sollten Sie morgens früh aufbrechen, sodass Sie noch vor 8 Uhr den Eingang passieren. Auch am späten Nachmittag ist es etwas ruhiger.

Was kostet der Besuch, wie hoch ist der Eintritt?

Je nachdem, wie viele Tage Sie für die Besichtigung einplanen, staffelt sich der Eintrittspreis in drei Kategorien. Beachten Sie dabei aber immer den aktuellen Umrechnungskurs des jordanischen Dinars.

  • 1 Tag: 50 JD, zur Zeit etwa 62€ *
  • 2 Tage: 55 JD, zur Zeit etwa 68€*
  • 3 Tage 60 JD, zur Zeit etwa 74€*
  • Tagesbesucher in Jordanien: 90 JD, zur Zeit etwa 111€*

Ist es möglich mit Kreditkarte zu zahlen? Ja, die Zahlung kann sowohl mit Bargeld als auch Kreditkarte erfolgen.

*(Stand Juli 2019)

Öffnungszeiten

Die Stadt Petra ist im Winter von 6 Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag geöffnet, im Sommer verlängert sich die Öffnungszeit um 2 Stunden, dann können Sie die historische Stätte von 6 Uhr bis 18 Uhr besuchen.

Daniela Lange

Daniela Lange

Daniela liebt die Berge und das Meer, drum versucht Sie auf ihren Reisen meist beides zu verbinden. Nur bei ihrem nächsten Vorhaben wird das wohl nichts: Skifahren in Kanada. Was sie immer im Gepäck hat? Ein Nackenkissen, Schokoriegel und ihr Notizheft.

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