Inspiration

Wo die Polarlichter wohnen

Bunte Lichter in dunkler Nacht. Entdecken Sie die Orte, an denen die Sterne am Firmament um die Wette funkeln.

Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter – das beschreibt den Himmel, den wir alle teilen, wohl am besten. Obwohl wir ihn gemein haben, haben wir noch lange nicht den gleichen Horizont und schon gar nicht dieselben Perspektiven. Denn aus ebendiesen lassen sich über die Welt verteilt, unterschiedlich erstaunliche und bunte Himmelsphänomene beobachten, die einem verdeutlichen wie klein wir sind und wie einzigartig schön der Planet, auf dem wir leben.

Polarlichter - Wenn Kanadas Nachthimmel bunt leuchtet

Kanada ist nicht nur berüchtigt für seine unvergleichliche Landschaft, sondern hat auch über den Wolken einiges zu bieten. Polarlichter sind hier alles andere als eine Seltenheit. Orte im Yukon bieten eine fabelhafte Sicht auf das Naturschauspiel. Hotels bieten sogar „Aurora Calls“ an, was bedeutet, dass der Gast telefonisch informiert wird, sobald man die Lichter beobachten kann.
20 Minuten außerhalb von Whitehorse befindet sich Takhini Hot Springs. In warmen Quellwassern lässt sich der Himmel auch bei kalten Temperaturen komfortabel beobachten. In Watson Lake gibt es ein Northern Light Centre, wo Sie sich in beheizten Räumen alles über Aurora erzählen und zeigen lassen können. Auch in Alberta oder im Banff Nationalpark treten Polarlichter häufig auf, vor allem weil die Luft dort sehr sauber ist und wenige künstliche Lichtquellen Einfluss auf den Nachthimmel haben. Aber auch an der kanadischen Ostküste, in Labrador und Neufundland, bietet sich eine exzellente Sicht auf das bunte Farbspiel.
Wer sich den niedrigen Temperaturen nicht gewachsen fühlt, aber nicht auf das Spektakel verzichten möchte, kann die Nordlichter sogar im Sommer in den Northwest Territories beobachten.

Mondbögen - Regenbögen der Nacht in den USA

Regenbögen sind jedem bekannt. Mit Mondbögen wiederum sind die meisten ver-mutlich nicht vertraut. Ein Mondbogen bildet die gleiche Form wie ein Regenbogen, nutzt jedoch das von der Mondoberfläche reflektierte Sonnenlicht (Mondlicht) als Quelle. Das Licht wird reflektiert und durch Wassertropfen in der Luft gebrochen. Da das Mondlicht deutlich schwächer als das Sonnenlicht ist, zeigen sich Mondbögen vor dem menschlichen Auge eher weißlich mit maximal sehr schwachen Regenbo-genfarben. Mondbögen sind sehr selten und tauchen nur unter speziellen atmosphä-rischen Bedingungen auf. Einer der besten Orte, um das Naturschauspiel zu be-obachten, befindet sich in den USA in Kentucky bei den Cumberland Falls. Er ist auch einer von lediglich zwei Orten, wo der Mondbogen vorhergesagt werden kann. Dieser wird während der Abenddämmerung und gegen Mitternacht in Nächten mit Vollmond sichtbar.

Die Nacht gehört den Sternen - Himmelsbeobachtung in der Atacama-Wüste

Die Atacama-Wüste in Chile bietet aufgrund seiner hohen Trockenheit, dem geringen Niederschlagswert pro Jahr und den damit geschaffenen optimalen Wetterverhältnissen, eine optimale Ausgangslage, um das Himmelszelt und seine Besonderheiten zu bestaunen. In der Wüste befindet sich auch das Paranal Observatorium, das man besuchen kann, und welches sogar ein eigenes Hotel, beherbergt. Auch ein Stargazing-Trip in die Wüste ist eine beliebte Möglichkeit, um den Sternenhimmel zu beobachten und zu verstehen, wofür jedoch ein erfahrener Führer notwendig ist. In der etwas abseits gelegenen Lodge „Explora Atacam“ in San Pedro können die Sternennächte durch eines der größten privaten Teleskope Chiles bestaunt werden.

Dem Himmel entgegen - Beste Voraussetzungen in Indien

Indien bietet neben seiner vielseitigen Landschaft auch vielseitige Himmelsbeobachtungen und Ausgangspunkte für ebendiese. 4.500 Metern über dem Meeresspiegel liegt das fast schon märchenhafte Spiti-Tal. Hier lassen sich sogar die Sternbilder deutlich erkennen. Denn in dem abgelegenen Wüstental im Himalaya ergeben sich die besten Voraussetzungen für einen klaren Blick auf den funkelnden Nachthimmel.
Das angeblich höchste mit dem Auto zu erreichende Dorf der Welt, ist das Dorf Kibber. Hier kann man das Himmelschauspiel mit am besten beobachten. Das Wüstenklima, gepaart mit der hohen Lage, erlaubt hier Blicke zu den Himmelskörpern, wie man sie nirgends sonst auf der Welt zu sehen bekommt. Egal, ob mit oder ohne Teleskop – die Sicht wird Besucher auf keinen Fall enttäuschen.

Weitere optimale Orte für Sternenbeobachtungen sind Tabo, Dhankar, Losar und Komik.

Südlichter - Neuseelands rot schimmerndes Naturspektakel

Was der Norden kann, kann der Süden mit seinen Südlichtern schon lange. Der Unterschied zu den eher grün-bläulich schimmernden Nordlichtern besteht darin, dass sich die Südlichter üblicherweise in Rot zeigen. In Neuseeland gibt es gleich mehrere Orte, an denen man das Naturspektakel bestaunen kann. 4.300 Quadratkilometern von Neuseelands Südinseln wurden bereits als internationales geschütztes Himmelsreservat anerkannt.
Steward Island ist einer der vielversprechendsten Orte und wurde 2019 zum internationalen Dark Sky Sanctuary ernannt. Dieser Status wird nur Gebieten verliehen, in denen die Qualität von sternenklaren Nächten hervorragend ist.
Auch Observation Rock ist eine ausgezeichnete Anlaufstelle für Sternenbeobachtungen. Die Aussichtsplattform liegt relativ steil und 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt und wird auch gern genutzt, um den Sonnenauf- bzw. -untergang zu betrachten. Die Aussicht erstreckt sich über 270°, während sich der Blick hier hauptsächlich gen Süden richtet.
Die beste Reisezeit, um Südpolarlichter zu entdecken, liegt zwischen Juli und August an klaren Neumond-Winternächten.
Ein weiterer beliebter Punkt zum Sternegucken ist der Lake Tekapo auf dem Mount John. Den Weg zum steilen Gipfel wird man bequem gefahren, um oben die 360°-Aussicht zu genießen. Der Ort ist bekannt dafür, dass man dort die meisten Sterne betrachten kann, wofür er auch bereits ausgezeichnet wurde.
Generell bekommt man die Südlichter seltener zu sehen als Nordlichter. Aber auch ohne deren Erscheinung bietet Neuseeland einen unglaublich schönen Blick auf die Sterne, inklusive Konstellationen, die in unseren Breitengraden nicht sichtbar sind.

Lisa Ewersbach

Lisa Ewersbach

Lisa hat ihr Herz an Israel verloren und begeistert sich auch sonst für den mittleren Osten. 30 Grad empfindet sie als wohltemperiert und neben der Sonne sind Hummus und Käse ihre elementaren Überlebensfaktoren.

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