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Die grandiosen Nationalparks in Bolivien

Wilde Tiere, tiefe Schluchten und dichter Dschungel erwarten Sie!

Wohin soll Ihre Reise gehen?

Dinos, Dschungel & Delfine – Abenteuer Nationalpark

Boliviens Naturwelt begeistert mit artenreichen Pflanzen, Tieren & Reptilien

Wifi? Smartphone? Alles Schnickschnack! Bei einem Trip in die Nationalparks Boliviens lernen Sie, sich nach dem Stand der Sonne zu richten, ohne Zeitgefühl dem Treiben des Dschungels zu lauschen und seine Bewohner klammheimlich zu beobachten – viel besser als Fernsehen! Dabei werden Sie von erfahrenen Guides durch Dschungeldickichte, Vulkanlandschaften und Bergpässe geführt.

Während Sie in den Flusslandschaften des Amazonas mit kleinen Holzbooten durch die grüne Landschaft tuckern und in Bambushütten übernachten, baden Sie nach der Gipfelbesteigung in den Bergen umgeben von Alpakas in heißen Thermalquellen. Wer Action sucht, der rast bei seiner Guided Tour auf großen Reifen durch reißende Fluss- und Bachläufe und entdeckt unberührte Inseln.

Palmenwald_im_Gran_Chaco_Nationalpark

Nationalpark Kaa-Iya del Gran Chaco

Die Heimat des Jaguars

Der Nationalpark Kaa-Iya del Gran Chaco ist der größte Nationalpark des Kontinents und der zweitgrößte Boliviens. Sein Name stammt aus der indigenen Sprache Quechua von den Wörtern „Treibjagd“ (Chacu) oder auch „baumlose Ebene“ (Chaqu). Das kommt hin, denn wie eine schiefe Ebene fällt er sanft von den erhabenen Anden im Westen hinab ins weite Tal der Flüsse Río Paraguay und Río Paraná im Osten. Hier, am südöstlichsten Rande Boliviens im Grenzgebiet zu Paraguay ist es heiß, nur selten fallen ein paar Regentropfen hinab in die Savanne. Die Wildnis erstreckt sich über rund 3.400.000 Hektar und hat damit die Größe Nordrhein-Westfalens. Naturliebhaber erwartet hier Busch-Abenteuer pur: Die Kronen der Bäume ragen bis zu 15 Meter in die Höhe, unten auf dem Boden sprießen und gedeihen Kakteen und Bromelien mit ihren stacheligen Armen und den rötlich-lila Blüten.

Mittlerweile sind etwa 1.500 Pflanzenarten im Gran Chaco bekannt.  Touristen kommen bei einer Wildlife-Tour im Gran Chaco voll auf ihre Kosten: Der Nationalpark mit seiner riesigen Fläche ist die Heimat zahlreicher bedrohter Tiere, darunter der größten, weltweit bekannten Einzelpopulation des Jaguars. Experten schätzen, dass rund 1.000 Tiere in den dichten Trockenwäldern leben und jagen. Der Jaguar ist aber nicht allein: Er teilt sich das Territorium mit der berühmtesten Katze Südamerikas, dem Puma. Die Chaco-Pekari sind eine südamerikanische Art der Nabelschweine und sindin kleinen Grüppchen vor allem in der Savanne zu beobachten. Aber auch Tausende Flachlandtapire, Ozelots, Kleinfleckkatzen, Jaguarundi, Pampasfüchse, Waldhunde und Maikongs sind hier beheimatet. 

Schmaler_Flusslauf_im_Amboro

Nationalpark Amboró

Das Herz Boliviens

Der Amboró-Nationalpark zeigt alle Facetten Boliviens: Der etwas abgelegene Nationalpark begeistert seine Besucher mit seiner facettenreichen Flora und Fauna, wilden Affen zur Begrüßung und wenig Verkehr. Sie erreichen ihn mit dem Bus von Sucre oder Santa Cruz aus und dann von La Chota oder Mataracu. Hier treffen die drei wichtigsten Ökoregionen des Landes aufeinander: Amazonien, Anden und Gran Chaco – kein Wunder, dass über 2.600 unterschiedliche Pflanzenarten mit ihrer Farbenpracht Herz und Seele der Menschen berühren. Vor allem für Ornithologen ist eine geführte Tour durch das rund 4.400 Quadratmeter große Gebiet eine wahre Freude.

Derzeit sind 804 Vogelarten des Amboró bekannt, darunter Dutzende schillernde und prachtvolle Papageien. Noch andere faszinierende Flugtiere haben sich hier angesiedelt: In den verborgenen Höhlen und Erdreichen breiteten sich 43 Fledermausarten aus. Forscher verzeichnen schon 120 Säugetierarten wie Pumas, Ozelots und Brillenbären. Lohnenswert sind deshalb mindestens zwei- bis drei-Tagestouren mit professionellen und erfahrenen Guides – zeigen auch Besuchern ohne Amazonas-Erfahrung die schönsten Gegenden. 

Ein_Chullpa-Grabturm_im_Samaja_Nationalpark

Nationalpark Samaja

Am Fuße des Vulkans

Das glasklare Wasser der Bergseen, sich ins Unendliche erstreckende Hochflächen, schneebedeckte Berggipfel und die Chullpa-Grabtürme aus der Präinkazeit: Wer ein unvergessliches Naturerlebnis sucht, ist im Samaja-Nationalpark an der Südwest-Grenze zu Chile an der richtigen Adresse. Hier entwickelte die Naturkraft über die Jahrtausende eine der faszinierendsten Regionen ganz Südamerikas. Im Zentrum steht der höchste Berg Boliviens und der größte Vulkan der Erde, der Samaja. Er hat eine Höhe von 6.542 Metern und ist zwar schon seit 25.000 Jahren erloschen, prägt die sandige Hochebene des Altiplano aber bis heute.

Die Menschen in den malerischen Dörfern ringsum verehren ihn als Heiligtum, manchmal erbitten Sie Gäste um ein kleines Opfer an die Pachamama, bevor diese den Gipfel besteigen. Eine Gipfelbesteigung gilt als mittelschwere Hochtour und dauert zwei bis drei Tage. Unter der Oberfläche brodeln Geysire und heiße Thermalquellen, türkisblaue Lagunen ziehen Besucher bei ihren Touren durch das Gebiet in den Bann. Am Fuße des Samajas grasen entspannt die Vikuna- und Lamaherden. Am Ende Ihres Trips sollte ein Bad in einer der heißen Thermalquellen mit Aussicht auf den Vulkan und umgeben von Alpakas nicht fehlen!

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Nationalpark Madidi

Ins endlose Grün

Weit im Nordwesten des Landes, etwa 45 Flugminuten von der Hauptstadt La Paz entfernt, beginnt eine der spannendsten Dschungel-Touren Boliviens: Vor der schneebedeckten Kordillere und den östlichen Ausläufern der Anden erstreckt sich das tropische Amazonas-Flussgebiet rund um den Río Madidi und den Río Tuichi. Der Nationalpark Madidi dehnt sich von dort aus weit bis zur Stadt Rurrenabaque am Río Beni aus. Allein, um hierher zu gelangen, müssen Touristen eine Mutprobe bestehen und in einem winzigen Flugzeug bei starkem Regen, vielen Wolken und Nebel in Rurrenabaque landen. Durch die enormen Höhenunterschiede – das Gebiet lieegt 180 bis 5.760 Meter über dem Meeresspiegel – treffen im Madidi-Nationalpark die unterschiedlichsten Temperaturen und Witterungsbedingungen aufeinander.

So kommt es, dass oben in den Bergen ein eiskalter Wind bläst und Sie im Dschungel bei dem schwülen und heißen Klima alle Klamotten nass schwitzen. Kein Wunder, dass diese vielseitigen Lebensräume das Zuhause unzähliger Tier- und Pflanzenarten geworden sind: Allein 5.000 unterschiedliche Pflanzenarten wurden hier bisher gezählt. Und neben Bergkatzen, Pumas, Jaguaren, Salzkatzen und Brillenbären grasen hier auch die seltenen Nordandenhirsche. Im Amazonas eroberten sich exotische Amphibien und Reptilien ihr Reich in und an den Flüssen. Wer sich in den Madidi begibt, der vergisst früher oder später, auf die Uhr zu schauen und lernt das Leben abseits der Zivilisation kennen – Wildlife pur! 

Krokodil_im_Noel_Kempff_Mercado_Wildreservat

Nationalpark Noel Kempff Mercado

Die vergessene Welt

Der Geheimtipp für Abenteurer: Der Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark im Osten Boliviens an der Grenze zu Brasilien ist nur schwer erreichbar und touristisch kaum erschlossen. Ein Expeditionsbericht in die Gegend aus dem Jahre 1910 inspirierte schon den Schriftsteller und Schöpfer Sherlock Holmes zu seinem Roman „Die vergessene Welt“. Warum? Im Zentrum des Parks ragt zudem der gigantische Tafelberg empor, der Meseta Caparu. Er ist auch der wichtigste Schauplatz in Doyles Buch „Die vergessene Welt“. Rund um den Tafelberg schmiegen sich Täler aus rotem Sandstein.

Dass der Park heute unter einem solchen Schutz steht, ist auch dem Naturforscher und Namensgeber Noel Kempff Mercado zu verdanken. Er war schon vor Jahrzehnten begeistert von den vielen Tieren im Regenwald und den Savannen: darunter nicht nur Jaguare, Krokodile und Affen, sondern sogar Delfine und Tapire. Zwei imposante Wasserfälle stürzen mitten im Dschungel in die Tiefe: Der Catarata Arco Iris ist 88 Meter hoch und der Catarata El Encanto 80 Meter. Auch sie sind der Grund dafür, dass der Nationalpark im Jahr 2000 auf die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen wurde.

Große_Felsschlucht_im_Toro_Toro_Nationalpark

Nationalpark Torotoro

Das Reich der Dinosaurier

Wer sich schon als Kind für Dinosaurier begeisterte und im Steinzeitmuseum die riesigen Knochen der Urtiere bestaunte, für hat der Torotoro Nationalpark einige Überraschungen parat: In Boliviens kleinstem Nationalpark im Departamento Potosí ziehen sich Cañons mit bis zu 300 Meter tiefen Schluchten durch die Dschungellandschaft, Höhlenforscher entdecken seit Jahrzehnten die versteckten Labyrinthe in den Bergen und Archäologen fahnden nach Fossilien und Dinosaurierknochen. Der Nationalpark umgibt das beschauliche Städtchen Torotoro und ist nur schwerlich in einer fünf- bis sechsstündigen Fahrt über Schotterwege zu erreichen – wenn überhaupt. Tatsächlich staunen Besucher im Torotoro nicht schlecht, wenn Sie auf einen der mehr als 2.500 Dinosaurierabdrücke stoßen.

Diese sind mehr als 60 Millionen Jahre alt und bezeugen, was sich damals auf diesem Teil des Planeten abgespielt haben muss. Noch ältere Funde wurden im „Cementerio de Tortugas“ entdeckt, dem Schildkrötenfriedhof. Die Fossilien der Schildkröten sind mehr als 500 Millionen Jahre alt. Wer sich für Geschichte und alte Kulturen begeistert, der sollte auf seiner Guided Tour die Ruinen von Llamachaqui ansteuern und die Wandmalereien an den Felsen von Batea Cocha bestaunen. Mitten im Gebirge entdecken Touristen dann die verborgenen Naturwunder von Torotoro: unterirdische Wasserfälle und Dutzende Seen, die sich über hunderte von Metern unter dem Gestein der Anden entlangziehen.

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