Stadtmauer, Ruinen und Rosenduft
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Visby gilt als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Nordeuropas und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hauptstadt der Ostseeinsel Gotland wird von einer fast vollständig erhaltenen Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert umschlossen, die sich über mehr als drei Kilometer zieht. Innerhalb der Mauern verlieren Sie sich in einem Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen, mittelalterlichen Kirchenruinen und windschiefen Holzhäusern, die im Sommer hinter blühenden Rosen fast verschwinden. Nicht umsonst trägt die einstige Hansestadt den Beinamen „Stadt der Rosen und Ruinen“.

Die mittelalterliche Stadtmauer der Hansestadt

Die einzige erhaltene Kirche der Altstadt

Der historische Botanische Garten am Meer
Das Wahrzeichen Visbys ist die fast vollständig erhaltene Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert. Auf einer Länge von rund 3,4 Kilometern umschließt sie die Altstadt und wird von fast 50 Türmen gesäumt – damit gehört sie zu den besterhaltenen Stadtbefestigungen Europas. Ein Spaziergang entlang der Mauer führt Sie vorbei an alten Toren und gewährt immer wieder schöne Ausblicke auf die Dächer der Stadt und das Meer.
Die Sankt-Marien-Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist die einzige der einst zahlreichen mittelalterlichen Kirchen Visbys, die bis heute vollständig erhalten und in Gebrauch ist. Ursprünglich als Kirche der deutschen Hansekaufleute errichtet, beeindruckt sie mit ihren markanten Türmen und einem schlichten, würdevollen Innenraum. Von der nahen Anhöhe aus bietet sich einer der schönsten Blicke über die Altstadt.
Über die gesamte Altstadt verteilt liegen die Ruinen von mehr als einem Dutzend mittelalterlicher Kirchen, die nach dem Niedergang der Hanse verfielen. Besonders eindrucksvoll sind die Ruinen von St. Karin am zentralen Marktplatz Stora Torget mit ihren gotischen Bögen. Im Sommer dienen die stimmungsvollen Gemäuer als Kulisse für Konzerte und Theateraufführungen.
Der Botanische Garten von Visby wurde 1855 angelegt und liegt malerisch direkt an der Ringmauer am Meer. Dank des milden Klimas Gotlands gedeihen hier auch Pflanzen, die sonst im Norden selten zu finden sind, von Maulbeerbäumen bis zu Walnüssen. Mit seinen schattigen Wegen, Rosenbeeten und alten Baumbeständen ist der Garten ein beliebter Ort zum Verweilen.
Wer tiefer in die Geschichte der Insel eintauchen möchte, ist im Gotlands Museum genau richtig. Die Sammlung reicht von prähistorischen Bildsteinen über Wikingerschätze bis zu mittelalterlichen Kunstwerken. Ein Höhepunkt sind die kunstvoll verzierten Bildsteine, die zu den bedeutendsten ihrer Art in ganz Skandinavien zählen und einen lebendigen Eindruck vom alten Gotland vermitteln.
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