Auf 14 Inseln zwischen Stadt und Schären
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Stockholm, das „Venedig des Nordens“, verteilt sich auf 14 Inseln zwischen glitzerndem Wasser. Im Zentrum liegt Gamla Stan, eine der besterhaltenen Altstädte Europas, mit ockerfarbenen Häusern und dem Königlichen Schloss. Auf der Insel Djurgården zeigt das Vasa-Museum ein 1628 gesunkenes Kriegsschiff, während die Schären nur eine kurze Bootsfahrt entfernt liegen.

Die mittelalterliche Altstadt auf der Insel

Ein Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert

Tausende Inseln vor der Stadt
Das Herz Stockholms ist die Altstadt Gamla Stan, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Europas. Auf der Insel zwischen den Wasserläufen verlieren Sie sich in einem Gewirr aus kopfsteingepflasterten Gassen, ockerfarbenen Bürgerhäusern und versteckten Innenhöfen. Hier stehen auch das Königliche Schloss und die Domkirche Storkyrkan. Werfen Sie unbedingt einen Blick in Mårten Trotzigs Gränd, die schmalste Gasse der Stadt.
Auf der Museumsinsel Djurgården erwartet Sie eines der meistbesuchten Museen Skandinaviens. Im Mittelpunkt steht die Vasa, ein gewaltiges Kriegsschiff, das 1628 schon auf seiner Jungfernfahrt im Hafen sank und erst nach über 300 Jahren geborgen wurde. Zu mehr als 90 Prozent original erhalten, ragt das Schiff heute über mehrere Stockwerke auf und gewährt einen einzigartigen Einblick in das Schweden des 17. Jahrhunderts.
Gleich nebenan liegt Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt. Auf weitläufigem Gelände wurden historische Höfe, Werkstätten und Kirchen aus ganz Schweden zusammengetragen und zu einem lebendigen Bild vergangener Jahrhunderte zusammengefügt. Dazu gehört ein nordischer Tierpark mit Elchen, Bären und Luchsen. Besonders zu den Festen wie Mittsommer oder Lucia erwacht der Ort zum Leben.
Vor den Toren der Stadt erstreckt sich der Stockholmer Schärengarten mit rund 30.000 Inseln, Holmen und Schären. Schon nach einer kurzen Bootsfahrt tauschen Sie das Großstadttreiben gegen rote Holzhäuser, kahle Felsinseln und stille Badebuchten. Inseln wie Vaxholm, Grinda oder Sandhamn laden zum Schwimmen, Kajakfahren oder einfach zum Verweilen ein.
Am Wasser von Kungsholmen erhebt sich das Stockholmer Rathaus mit seinem 106 Meter hohen Turm. Hinter den Mauern aus acht Millionen roten Ziegeln verbirgt sich der Goldene Saal mit seinen schimmernden Mosaiken, in dem alljährlich das Bankett zur Nobelpreisverleihung stattfindet. Vom Turm aus eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke über die Dächer und Inseln der Stadt.
Für die wichtigsten Höhepunkte der Stadt reichen drei Tage: einen für die Altstadt Gamla Stan, einen für die Museumsinsel Djurgården und einen für Stadtviertel wie Södermalm oder Östermalm. Wer zusätzlich in den Schärengarten hinausfahren oder einen Tagesausflug etwa nach Uppsala unternehmen möchte, sollte vier bis fünf Tage einplanen. So bleibt genug Zeit, das entspannte Tempo der Stadt wirklich zu genießen.
Stockholm lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden, da viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Für längere Strecken ist das öffentliche Nahverkehrsnetz aus U-Bahn (Tunnelbana), Bussen und Pendelzügen ideal – die U-Bahn gilt mit ihren kunstvoll gestalteten Stationen selbst als Sehenswürdigkeit. Im Sommer sind außerdem die Pendelfähren eine schöne und günstige Art, die Inseln vom Wasser aus zu verbinden.
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