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Osterinsel: Lebendiger Mythos mit uralten Zeitzeugen aus Stein

Die Osterinsel, seit 1995 Teil des UNESCO-Welterbes, gehört geografisch gesehen zu Polynesien. Aus politischer Sicht ist sie chilenisches Hoheitsgebiet. Weltbekannt ist die abgelegene Vulkaninsel v.a. für ihre überdimensionalen Steinskulpturen, die Moai. Diese Zeremonialfiguren erheben sich an vielen Stellen inmitten der atemberaubenden Naturkulisse von Rapa Nui, wie die Insel von den Einheimischen genannt wird. Der Name Osterinsel nimmt auf ihre Entdeckung am Ostersonntag des Jahres 1722 durch niederländische Seefahrer Bezug. Sie wurde aber schon tausend Jahre zuvor von polynesischen Stämmen bewohnt. Auf der Osterinsel gehen tropisches und subtropisches Klima ineinander über. Die beste Reisezeit sind die Monate September bis März.

  1. Anakena-Strand
  2. Ahu Akahanga
  3. Rano Raraku Vulkan
  4. Ahu Tongariki
  5. Ahu Nau Nau
  6. Ahu Ature Huki
  7. Orongo-Kultstätte
  8. Rano Kao Vulkan
  9. Ahu Akivi
  10. Puna Pau Steinbruch

Diese Sehenswürdigkeiten erwarten Sie auf der Osterinsel

1. Anakena-Strand

Am Ende der idyllischen Anakena-Bucht im Norden der Osterinsel erstreckt sich ein traumhafter kleiner Strand mit Kokospalmen. Dieser beliebte Badeplatz ist einer von nur zwei Sandstränden der Insel. Nutzen Sie den Picknickplatz hinter dem Strand für eine erholsame Ruhepause auf Ihrer Erkundungstour.

2. Ahu Akahanga

Ebenfalls an der Südküste gelegen, markiert Ahu Akahanga die Überreste eines verlassenen Dorfes. Dreizehn umgestürzte Moai sind über das weitläufige Areal verteilt. Einer alten Überlieferung zufolge, liegt Hotu Matua, der legendäre Gründervater der Osterinsel, hier begraben. Die Höhle auf der Seeseite bot den polynesischen Fischern einst Schutz vor Unwettern.

3. Rano Raraku Vulkan

Der Rano Raraku ist ein 150 Meter hoher Schlackenkegel, knappe 15 Kilometer von Hanga Roa entfernt. Bekannt ist er vor allem als Steinbruch und Herstellungsort der berühmten Moai. Die Hänge des Vulkans sind mit Hunderten von Statuen in unterschiedlichen Stadien der Vollendung bedeckt.

4. Ahu Tongariki

Als Ahu wird in der polynesischen Sprache eine steinerne Zeremonialplattform bezeichnet. Ahu Tongariki an der Südküste ist mit 200 Metern Länge der größte Ahu der Osterinsel. Fünfzehn Moai halten parallel zum Meeresufer ihre stille Wache. Ein unvergesslicher Anblick ist es, wenn die Steinriesen im Licht der untergehenden Sonne erglühen.

5. Ahu Nau Nau

Am malerischen Anakena-Strand gelegen, erwarten Sie an dieser Zeremonialstätte sieben Moai in einer der reizvollsten Szenerien der Osterinsel. Einer Legende nach, ging der mythische Häuptling Hotu Matua einst hier an Land. Wandeln Sie auf seinen Spuren: Unweit von Ahu Nau Nau finden Sie Fundamentreste eines Paenga-Hauses, in dem das Oberhaupt gelebt haben soll.

6. Ahu Ature Huki

Heute erhebt sich der eindrucksvolle Moai von Ahu Ature Huki wieder zu seiner vollen Größe, nachdem er in einer Stammesfehde gestürzt wurde. 1956 wurde die Anlage vom norwegischen Archäologen Thor Heyerdahl restauriert. Sein Buch „Die Kunst der Osterinsel“ ist eine interessante Reiselektüre.

7. Orongo-Kultstätte

An der Südwestspitze der Osterinsel befindet sich die beeindruckende Orongo-Kultstätte, die im gesamten polynesischen Kulturkreis ihresgleichen sucht. Die 52 erdhöhlenartigen Behausungen wurden wahrscheinlich im 15. oder 16. Jahrhundert angelegt. Orongo spielte eine wichtige Rolle bei den Riten um den Vogelmann Tangata Manu. Lassen Sie sich bei einer Führung alles über diesen spannenden Brauch erzählen.

8. Rano Kao Vulkan

Majestätisch ragt dieser 320 Meter hohe erloschene Schildvulkan im Südwesten der Osterinsel empor. Durch den Einsturz des Vulkangipfels konnte sich ein riesiger Krater mit einem Süßwassersee im Inneren bilden. Entlang dieser Steilwand schlängelt sich die Orongo-Kultstätte. Wenn Ihnen der Aufstieg zu anstrengend ist, können Sie den Aussichtspunkt des Vulkans auch per Auto erreichen.

9. Ahu Akivi

Ahu Akivi in der Nähe von Hanga Roa, der einzigen größeren Stadt der Osterinsel, unterscheidet sich von allen anderen Zeremonialstätten. Hier blicken die insgesamt sieben Moai einmal nicht landeinwärts, sondern aufs Meer hinaus. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage als Himmelsobservatorium genutzt.

10. Puna Pau Steinbruch

An diesem Steinbruch nordwestlich von Hanga Roa wurde roter Sandstein abgebaut. Aus ihm stellten Steinmetze die haubenförmigen Kopfbedeckungen her, die einige Moai tragen. Wenn Sie die Augen offen halten, können Sie in der eindrucksvollen Landschaft noch einige der roten Quader entdecken.

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