Wo die Stille wohnt
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Sebastian Hoffmann
Reiseexperte für Finnland
Aktualisiert am 09.07.2026


Sebastian Hoffmann
Reiseexperte für Finnland


Sebastian Hoffmann
Reiseexperte für Finnland
Finnland ist ein Land, das man nicht durcheilt, sondern aufnimmt. Zwischen den fast 188.000 Seen, den borealen Wäldern und dem zersplitterten Schärenarchipel liegt eine Ruhe, die anderswo selten geworden ist – und mit Helsinki ein Gegenpol aus Design, Markthallen und Saunakultur. Ob Ihre Reise von hellen Sommernächten am Wasser oder vom Knirschen des Schnees unter dem Polarlicht geprägt wird, entscheidet allein der Monat, in dem Sie aufbrechen.
Anders als viele Reiseländer lässt sich Finnland nicht auf ein Bild reduzieren. Da ist Helsinki, am Wasser gebaut, mit der Inselfestung Suomenlinna nur eine Fährfahrt entfernt. Da ist die endlose Seenplatte um den Saimaa, wo rote Holzhütten und Kanus den Takt vorgeben. Und ganz im Norden beginnt das Land der Sámi: Finnisch-Lappland, mit weiten Fjälls und Rentierherden. Wer noch tiefer gräbt, stößt auf die alten Holzstädte Porvoo und Rauma.
➔ Sehenswürdigkeiten Finnland | Helsinki | Finnisch-Lappland | Turku & Schären | Porvoo
Den Charakter Ihrer Reise bestimmt die Saison stärker als das Reiseziel. Juni bis August bedeutet Mitternachtssonne, lauwarme Seen und Tage, die kaum enden – die Zeit für Kanu, Wanderung und Beerenkorb. Von Dezember bis März übernimmt der Norden mit Schnee, Huskytouren und der Jagd nach dem Polarlicht. Dazwischen liegt der kurze, leuchtende Herbst, wenn sich die Wälder zur Ruska verfärben und die ersten Nordlichter erscheinen.
Die finnische Natur ist nichts, was man nur betrachtet – man ist mittendrin. Im Sommer paddeln Sie durch das Labyrinth der Seen, sammeln Blaubeeren am Wegrand und beschließen den Tag mit Aufguss und Sprung ins kühle Wasser. Im Winter wird es ruhiger und weiter: Schneeschuhe, Langlaufloipen, ein Schlitten hinter Huskys oder Rentieren, und über allem das Flackern der Aurora. Das Jedermannsrecht öffnet Ihnen dabei fast jeden Wald und jedes Ufer.
In Finnland ist der Zug das Rückgrat jeder Route. Schnelle Verbindungen bringen Sie von Helsinki nach Tampere und Turku, der Nachtzug rollt über Nacht bis tief nach Lappland – Sie steigen morgens im Schnee aus. Den größten Reiz entfaltet die Reise im Kontrast: ein paar Tage Stadt und Sauna, danach die Stille einer Hütte am Saimaa, zum Abschluss das winterliche Abenteuer im Norden.
Für eine komfortable Reise sind rund 180 € pro Person und Tag ein realistischer Richtwert – Finnland bewegt sich damit auf Augenhöhe mit Schweden und bleibt klar unter Norwegen. Wer in gehobenen Hotels wohnt und geführte Erlebnisse bucht, liegt höher; die Nebensaison drückt den Preis spürbar. Eine Ausnahme bildet Lappland im Winter, wo Glasiglus und Aurora-Touren zur Hochsaison ihren eigenen Tarif haben.
Finnland gehört zu den sichersten Ländern überhaupt, die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, und für EU-Bürger reicht der Personalausweis – ein Visum brauchen Sie nicht. Wer im Winter nach Norden reist, sollte strenge Kälte, kurze Tage und verschneite Straßen einplanen und sich entsprechend kleiden. Eine verlässliche Auslandskrankenversicherung gehört in jedem Fall ins Gepäck.
Polarlicht über den Fjälls, ein stilles Wochenende am Saimaa, eine Städtereise voller Design und Sauna – die Reiseexperten von Tourlane setzen Ihre Reise genau so zusammen, wie Sie sie sich vorstellen.
Wir verstehen vollkommen, dass sich viele Reisende derzeit fragen, wie sich die Entwicklungen im Nahen Osten auf ihre Reise auswirken könnten. Besonders wenn globale Ereignisse die Nachrichtenlage dominieren, ist es nur natürlich, dass Sie sich vor der Buchung einer komplexen Reise zusätzliche Sicherheit wünschen.
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Die finnische Küche ist schnörkellos und stark von Wäldern, Seen und Jahreszeiten geprägt. Klassiker sind Lohikeitto (cremige Lachssuppe), Räucherfisch und Sautierter Rentierbraten mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Dazu kommen herzhafte Spezialitäten wie die karelischen Piroggen (Karjalanpiirakka) mit Reisfüllung und Eierbutter sowie Erbsensuppe. Süß wird es mit Korvapuusti (Zimtschnecken) und der Blaubeertorte Mustikkapiirakka – am besten zur Fika-ähnlichen Kaffeepause, die im finnischen Alltag fest verankert ist.
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Finnland belohnt alle, die sich Zeit nehmen. Beginnen lässt sich die Reise in Helsinki, wo skandinavisches Design, dampfende Saunen und eine lebendige Foodszene den Ton angeben, bevor die Fähren hinaus in den vorgelagerten Inselgürtel ablegen. Weiter östlich öffnet sich die endlose Seenplatte rund um den Saimaa: ideal, um im Kanu von Bucht zu Bucht zu gleiten, in einer Holzhütte zu übernachten und abends den Aufguss in der eigenen Seesauna zu genießen. Ganz im Norden schließlich wartet Finnisch-Lappland mit seinen weiten Fjälls – im Winter Schauplatz von Huskytouren und Polarlichtern, im Sommer von endlosen, hellen Nächten unter der Mitternachtssonne.


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Wenn mich jemand nach dem Herzstück Finnlands fragt, fällt meine Antwort leicht: die Seenplatte. Rund um den Saimaa reiht sich Wasser an Wasser, durchzogen von bewaldeten Inseln und gesäumt von roten Holzhütten, in denen am Abend die Sauna vorgeheizt wird – und ein Sprung ins kühle Nass gehört selbstverständlich dazu. Wer es lebendiger mag, kommt in Helsinki auf seine Kosten. Die Stadt am Meer setzt ganz auf Design, gutes Essen und das Bad in der Menge der Markthallen, und vom Hafen bringt einen die Fähre in wenigen Minuten zur Inselfestung Suomenlinna. Für echte Wildnis aber führt kein Weg an Lappland vorbei: Oben im Norden warten weite Fjälls, Rentierherden und im Winter der Tanz der Polarlichter, während die Sommernächte vom Licht der Mitternachtssonne durchflutet bleiben.