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Georgia Humphries
Reiseexpertin für Vietnam
Aktualisiert am 15.07.2026
Die Frage nach der besten Reisezeit ist für Vietnam nicht pauschal zu beantworten, auch wenn die meisten die Winter- und Frühlingsmonate für die beste Reisezeit halten.
Das Land weist eine große Nord-Süd-Ausdehnung auf und hat drei Klimazonen. Im Norden ist es subtropisch, mit heißen Sommern und milden bis kühlen Wintern. Im Zentrum herrscht ein tropisches Monsun-Klima mit schwülen Sommern. Und im Süden ist es das ganze Jahr über tropisch heiß. Das Wetter in Vietnam wird vom Monsun bestimmt: Der Südwestmonsun (Mai – Oktober) bringt starke Regenfälle in den Norden und Süden. Der Nordostmonsun (Oktober – April) trifft vor allem die zentrale Ostküste. In der Regenzeit kann es aufgrund heftiger Regenfälle zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Auch Taifune können in der Regenzeit auftreten. Beachten Sie bei der Planung Ihrer Reise auch lokale Feiertage, wie das Neujahrsfest. Hierbei können Sehenswürdigkeiten und Restaurants schließen und die Städte sehr überfüllt sein.
Empfohlene Reisezeit für den Süden: Dezember – April.
Empfohlene Reisezeit für die Ostküste: Februar – April.
Empfohlene Reisezeit für den Norden: Oktober – November & Februar – April.
Aktivitäten: Die beste Reisezeit hängt sehr stark von der Region und geplanten Aktivität ab. So empfehlen sich zum Tauchen im Südosten beispielsweise die Monate Januar bis August, während im tiefen Süden November bis April bessere Konditionen garantieren.
Wichtige Feiertage: Neujahrsfest (Tet; Ende Januar oder Februar), Todestag Hung-Könige (April), Tag der Befreiung (30. April), Unabhängigkeitstag (2. September).
Zu beachten: In der Regenzeit gibt es ein erhöhtes Taifun- und Überschwemmungsrisiko.
| Jan | Feb | März | Apr | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Temperaturen in °C | 27 | 28 | 30 | 32 | 33 | 33 |
In der Tabelle sind Durchschnittswerte dargestellt, die auf den Klimadaten von Hanoi, Ho-Chi-Minh, Da Nang und Phu Quoc basieren.
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Von Jahreszeiten spricht man in Vietnam nur in den nördlichen Regionen. Dort lassen sich vor allem Winter und Sommer anhand markanter Temperaturunterschiede (kühl im Winter und feucht-heiß im Sommer) klar voneinander unterscheiden, aber auch der Frühling und Herbst sind mehr oder weniger stark ausgeprägt. Im Zentrum und im Süden gibt es lediglich eine Trocken- und eine Regenzeit, die Temperaturen sind ganzjährig hoch, wobei sie in der Regenzeit durchschnittliche Höchstwerte von 35 °C erreichen. Hinzu kommt dann eine hohe Luftfeuchtigkeit, die die wahrgenommene Hitze verstärkt.

Der Südwestmonsun beeinflusst das Wetter in Vietnam von Mai bis Oktober und bringt vor allem im Süden und Norden des Landes starke Regenfälle. Diese Regenzeit ist besonders intensiv in den Küstenregionen und im Mekong-Delta, wo ständige, teils tropische Regenschauer auftreten können. In Zentralvietnam sind die Auswirkungen des Monsuns weniger ausgeprägt. Besonders in den Sommermonaten sollten Sie aber auch hier mit vermehrten Regenfällen rechnen.
Trotz der Niederschläge bleibt es in den südlichen Regionen warm. Gleichzeitig ist die Luftfeuchtigkeit vergleichsweise hoch. Im Gegensatz dazu sind die Temperaturen im Norden milder, aber auch hier nimmt die Luftfeuchtigkeit zu: Ideal für Reisende, die Regenmuster und die üppige grüne Landschaft der Region hautnah erleben möchten. Immerhin ist die Natur in dieser Zeit besonders lebendig und fruchtbar.

Der Nordostmonsun bringt in Vietnam vor allem an der zentralen Ostküste Regenfälle, doch im Süden bleibt das Wetter während dieser Zeit überwiegend trocken. Die Trockenzeit im Süden erstreckt sich von November bis April, wobei die Temperaturen hoch bleiben. Reisende profitieren nun von weniger Regen und einer deutlich geringeren Luftfeuchtigkeit. Damit sind diese Monate ideal für einen Besuch in den südlichen Küstenregionen und im Mekong-Delta. Freuen Sie sich auf viel Sonnenschein und ein angenehm warmes Klima, ohne die drückende Feuchtigkeit der Regenzeit. Die Temperaturen liegen in dieser Periode häufig zwischen 25 °C und 32 °C.

Die Winter im subtropischen Norden Vietnams sind relativ kalt, die Durchschnittstemperaturen liegen hier unter 20 °C, nachts können die Temperaturen aber bis auf unter 10 °C sinken. Gleichzeitig sind die Wassertemperaturen relativ frisch, es regnet häufig leicht und die Sonne zeigt sich sehr selten. Je höher der Ort gelegen ist, desto kälter die Temperaturen. Während es in Orten wie Sa Pa (auf 1500 m über dem Meeresspiegel) sogar schneien kann, bleiben die Temperaturen im südlicher gelegenen Hanoi relativ mild. Im Frühling steigen die Temperaturen und die Sonne zeigt sich öfter. Die Sommer sind heiß und feucht. Der Herbst ist relativ warm und trocken.

An der vom tropischen Monsun-Klima geprägten Ostküste sind die Winter mit Temperaturen über 20 °C recht mild. Allerdings herrscht zwischen September und Dezember/Januar Regen- und Taifunzeit. Orte wie Nha Trang, Hoi An und Da Nang werden nun von intensiven Regenfällen heimgesucht, die Erdrutsche und Überschwemmungen verursachen können. In den Sommermonaten wird es hier drückend-heiß, das Wetter bleibt aber weitestgehend trocken. Wer mit schwülem Wetter nicht so gut klarkommt, sollte Reisen im Frühling bevorzugen. Etwas anders sieht die Situation im Landesinneren aus. Hier sind die Sommer durch die höhere Lage milder, aber verregneter.

Der Süden Vietnams weist ein tropisches Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit auf. Während des Sommermonsuns von Mai bis November wird es in Ho-Chi-Minh-Stadt und auf der beliebten Urlaubsinsel Phu Quoc besonders heiß und schwül, am meisten regnet es im September. Die Region um Mui Ne an der Küste ist generell etwas trockener. Die Wassertemperaturen sind hier das ganze Jahr über warm.


Georgia Humphries
Reiseexpertin für Vietnam

Eine Reise nach Vietnam im Januar bietet ideale Wetterbedingungen im ganzen Land. Und auch der Februar lockt mit fantastischen Bedingungen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, traditionelle Feierlichkeiten zum Tết, dem vietnamesischen Mondneujahr, hautnah mitzuerleben. Ab März steigen die Temperaturen im ganzen Land allmählich an. Ausgedehnte Erkundungstouren lohnen daher weniger.
➔ Meine Lieblingsroute: zweiwöchige Vietnamrundreise

Wer im April nach Vietnam reist, profitiert von den Vorteilen der Wintersaison: angenehmes Wetter und deutlich weniger Besucher.
Ab Mai steigen die Temperaturen, insbesondere im Süden des Landes. Gleichzeitig ist auch jetzt ein Badeurlaub möglich.
Der Juni markiert den Beginn der Regenzeit im ganzen Land, sodass Reisemöglichkeiten teilweise eingeschränkt sein können.
➔ Meine Lieblingsroute: dreiwöchige Vietnamrundreise

Golfplätze In dieser Zeit herrscht in Vietnam Regenzeit. Kurze, kräftige Regenschauer sorgen für eine etwas kühlere Atmosphäre. Eine Reise nach Vietnam im Juli empfiehlt sich vor allem an der Zentralküste. Wer im August nach Vietnam reist, sollte den zentralen Landesteil erkunden, denn hier stehen die Chancen auf sonniges Wetter besonders gut. Im September lassen die Niederschläge allmählich nach. Und im Norden des Landes beginnt die Erntezeit. Jetzt färben sich die Reisterrassen langsam golden.
➔ Meine Lieblingsroute: 10 Tage Rundreise durch Vietnam

Fast im ganzen Land ist das Wetter in dieser Zeit wieder kühl und trocken. Der Oktober in Vietnam gilt als Übergangszeit: mit dem Ende der Regenzeit verbessert sich das Wetter dabei deutlich. Dank dem besonders angenehmen Klima im November profitieren Reisende nun von optimalen Bedingungen. Wer das Jahr stattdessen im Dezember in Vietnam ausklingen lassen möchte, darf sich gerade im Süden des Landes auf sonnige Urlaubstage freuen.
➔ Meine Lieblingsroute: 12 Tage durch Vietnam

Die ideale Zeit für eine Vietnamreise ist zwischen November und April. Da sich Vietnam jedoch über drei Klimazonen erstreckt, hängt der beste Reisezeitpunkt jedoch von der gewählten Region ab.
Im Norden ist das Klima trockener und kühler: hervorragende Bedingungen für einen Roadtrip durch Vietnam oder für Trekkingtouren in den Bergen. Besonders empfehlenswert für Wanderungen ist dabei die Nordwestregion. Dort können Sie lokale Volksgruppen kennenlernen und weite Reisterrassen in einer spektakulären Berglandschaft erleben. Darüber hinaus ist vor allen Dingen die Stadt Sa Pa ein beliebter Ausgangspunkt für Trekkingtouren im Norden des Landes.

Wer die wunderschönen Strände Vietnams und die beliebten Tauchgebiete genießen möchte, reist am besten zwischen November und April. In dieser Zeit herrschen warme, trockene Wetterbedingungen und das Meer ist ruhig, sodass die Sicht unter Wasser hervorragend ist, um die farbenprächtigen Korallen zu beobachten.
Unsere Experten empfehlen außerdem die Insel Phu Quoc, denn hier lassen sich Badeurlaub und Tauchen ideal miteinander verbinden. Alternativ ist Nha Trang perfekt für einen Tauchurlaub. Die beste Reisezeit für diese Region liegt jedoch eher zwischen Januar und August.
Experten-Tipp: Für Tauchanfänger empfehle ich den Norden der Insel Phu Quoc, insbesondere zwischen Dezember und Januar. In dieser Zeit ist die Sicht unter Wasser ausgezeichnet und das Meer in der Regel angenehm ruhig.

Wenn Sie einen Familienurlaub in Vietnam mit Surfen verbinden möchten, ist die Zeit zwischen November und April ideal. Zwar herrscht das ganze Jahr über tropisches Klima in Vietnam, die besten Bedingungen zum Surfen finden Sie jedoch während des Monsuns von November bis März.
Für Familien eignen sich insbesondere die Monate Dezember und Januar. Nun sorgen angenehme Temperaturen und eine geringere Luftfeuchtigkeit für ein komfortables Klima für Reisende jeden Alters.
Da Nang ist ein beliebter Surfspot und lohnt besonders zwischen September und März den Besuch. Gleichzeitig ist die Stadt ein hervorragendes Reiseziel für Familien, da die zentrale Küstenregion zahlreiche Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten für Groß und Klein bietet.

Wenn Sie entspannte Stunden zu zweit mit außergewöhnlichen Aktivitäten in traumhafter Umgebung verbinden möchten, empfehlen unsere Experten die Zeit zwischen November und April. Verbringen Sie romantische Flitterwochen auf der Insel Phu Quoc. Oder besuchen Sie Da Lat, das „Tal der Liebe“ mit angenehmen Klima für eine unvergessliche Hochzeitsreise inklusive Golf.
Experten-Tipp: Die besten Monate für einen Besuch der Halong-Bucht sind Oktober und November. Dann sind die Temperaturen angenehm und die meisten Sommerurlauber bereits abgereist. Eine Kreuzfahrt durch die Bucht sollten Sie sich in dieser Zeit nicht entgehen lassen – reservieren Sie jedoch unbedingt mehrere Monate im Voraus.
Sie wollen tropische Strände bewundern, Reisfelder erkunden und quirlige Metropolen erleben? Freuen Sie sich auf die Highlights Ihrer Vietnam Reise und das zur jeweils besten Reisezeit.
| 33 |
| 33 |
| 31 |
| 30 |
| 29 |
| 27 |
| Min. Temperaturen in °C | 19 | 20 | 22 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 | 23 | 22 | 20 |
| Sonnenstunden pro Tag | 5 | 6 | 6 | 6 | 7 | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | 5 | 6 |
| Niederschlagsmenge in mm | 8 | 6 | 7 | 8 | 14 | 15 | 17 | 17 | 18 | 18 | 14 | 10 |
| Regentage pro Monat | 40 | 17 | 22 | 63 | 157 | 222 | 212 | 220 | 293 | 357 | 202 | 95 |
| Wassertemperatur in °C | 25 | 25 | 26 | 28 | 29 | 30 | 30 | 30 | 29 | 29 | 28 | 26 |
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