Sorglos planen: stabile Flugpreise seit über einem Jahr, sowie flexible Umbuchungs- und Stornierungsoptionen.

Tourlane Europe - Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Letzte Aktualisierung : Mai 2026

Sehr geehrte Reisende, sehr geehrter Reisender,

bitte lesen Sie sich die nachstehend aufgeführten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Reiseleistungen, verbundene Reiseleistungen und Pauschalreisen sorgfältig durch.

Die folgenden Bedingungen sind, soweit sie zwischen den beiden Parteien tatsächlich vereinbart wurden, integraler Bestandteil des zwischen Ihnen (nachstehend „Kunde“ oder „Reisender“) und Tourlane Europe – Unipessoal, Lda., nachstehend „Tourlane“, geschlossenen Vertrags. Tourlane ist bei Turismo de Portugal IP ordnungsgemäß registriert und lizenziert unter der Registrierungsnummer 13362 im Nationalen Register der Reise- und Tourismusagenturen (Registo Nacional de Agências de Viagens e Turismo).

Diese Geschäftsbedingungen gliedern sich in 3 Teile:

Teil A: Geschäftsbedingungen zur Vermittlung von Reiseleistungen durch Tourlane

Teil B: Reisebedingungen für Pauschalreisen von Tourlane

Teil C: Allgemeine Bestimmungen für alle Leistungen

Bitte beachten Sie, dass Sie, sofern die in Ihrem Reiseprogramm enthaltenen Leistungen im Sinne der geltenden Rechtsvorschriften eine Pauschalreise darstellen, die im diesen AGB beigefügten Standardinformationsblatt gemäß Artikel 17 und Artikel 18 Absatz 2 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 festgelegten Rechte genießen.

Teil A: Geschäftsbedingungen zur Vermittlung von Reiseleistungen durch Tourlane

Anwendungsbereich dieser Geschäftsbedingungen;

Gliederung in die Abschnitte I und II

Die nachfolgenden Geschäftsbedingungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen (nachfolgend „Kunde“ oder „Reisender“ genannt) und Tourlane, im Buchungsfall ab dem 23.06.2026 zustande kommenden Vermittlungsvertrages.

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen geben die im portugiesischen Gesetzesdekret Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 festgelegten Rechtsvorschriften wieder und ergänzen diese; das Gesetzesdekret regelt den Zugang zur Tätigkeit von Reise- und Tourismusagenturen sowie deren Ausübung und setzt die Richtlinie (EU) 2015/2302 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 um.

Bitte lesen Sie diese Vermittlungsbedingungen vor Ihrer Buchung sorgfältig durch!

Im Hinblick auf die gesetzlich unterschiedlichen Arten der Vermittlung von Reiseleistungen und von Pauschalreisen je nach Art der vermittelten Reiseleistung gliedern sich diese Vermittlungsbedingungen in diesem Teil A in 2 Abschnitte.

  1. Die ausschließlichen Regelungen für die Vermittlung einer einzelnen Reiseleistung oder mehreren Reiseleistungen einer einzigen Art von Reiseleistung finden Sie in Abschnitt I dieser Geschäftsbedingungen

  2. Die ausschließlichen Regelungen für die Vermittlungvon verbundenen Reiseleistungen finden Sie in Abschnitt II dieser Geschäftsbedingungen.

Abschnitt I: Regelungen bei der Vermittlung einer einzelnen Reiseleistung oder mehrerer Reiseleistungen einer einzigen Art von Reiseleistung

Die Vorschriften dieses Abschnitt I über die Vermittlung einer einzelnen Reiseleistung oder mehreren Reiseleistungen einer einzigen Art von Reiseleistung gelten ausschließlich, wenn die vermittelte Reiseleistung weder Teil von verbundenen Reiseleistungen nach Abschnitt II dieses Teil A noch Teil einer Pauschalreise von Tourlane nach Teil B sind.

In diesem Fall ist keine Information des Kunden mittels eines Formblattes gesetzlich vorgeschrieben.

1. Vertragsschluss, gesetzliche Vorschriften

1.1. Mit der Annahme des Vermittlungsauftrags des Kunden durch Tourlane kommt zwischen dem Kunden und Tourlane der Vertrag über die Vermittlung von Reiseleistungen zustande. Auftrag und Annahme bedürfen keiner bestimmten Form.

1.2. Wird der Auftrag auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erteilt, so bestätigt Tourlane den Eingang des Auftrags unverzüglich auf elektronischem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt noch keine Bestätigung der Annahme des Vermittlungsauftrags dar.

1.3. Die beiderseitigen Rechte und Pflichten des Kunden und von Tourlane ergeben sich, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, aus den im Einzelfall vertraglich getroffenen Vereinbarungen, diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie den gesetzlichen Vorschriften des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018.

1.4. Für die Rechte und Pflichten des Kunden gegenüber dem Vertragspartner der vermittelten Leistung gelten ausschließlich die mit diesem getroffenen Vereinbarungen, insbesondere – soweit wirksam vereinbart – dessen Reise- oder Geschäftsbedingungen. Ohne besondere Vereinbarung oder ohne besonderen Hinweis gelten bei Beförderungsleistungen die auf gesetzlicher Grundlage von der zuständigen Verkehrsbehörde oder aufgrund internationaler Übereinkommen erlassenen Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen.

2. Allgemeine Vertragspflichten von Tourlane

2.1. Auf Basis dieser Vermittlungsbedingungen wird der Kunde bestmöglich beraten. Auf Wunsch wird dann die Buchungsanfrage beim Leistungserbringer durch Tourlane vorgenommen. Zur Leistungspflicht gehört nach Bestätigung durch den Leistungserbringer die Übergabe der Unterlagen über die vermittelte(n) Reiseleistung(en). Dies gilt nicht, wenn vereinbart wurde, dass der Leistungserbringer die Unterlagen dem Kunden direkt übermittelt.

2.2. Bei der Erteilung von Hinweisen und Auskünften haftet Tourlane im Rahmen des Gesetzes und der vertraglichen Vereinbarungen für die richtige Auswahl der Informationsquelle und die korrekte Weitergabe an den Kunden. Ein Auskunftsvertrag mit einer vertraglichen Hauptpflicht zur Auskunftserteilung kommt nur bei einer entsprechenden ausdrücklichen Vereinbarung zustande. Für die Richtigkeit erteilter Auskünfte haftet Tourlane gemäß Artikel 35 Absätze 4 und 5 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 nicht, es sei denn, dass ein spezifischer Auskunftsvertrag abgeschlossen wurde.

2.3. Ohne ausdrückliche Vereinbarung ist Tourlane nicht verpflichtet, den jeweils günstigsten Anbieter der angefragten Reiseleistung zu ermitteln und/oder anzubieten. Vertragliche Verpflichtungen von Tourlane im Rahmen von ihm abgegebener „Bestpreis-Garantien“ bleiben hiervon unberührt.

2.4. Ohne ausdrückliche Vereinbarung übernimmt Tourlane bezüglich Auskünften zu Preisen, Leistungen, Buchungskonditionen und sonstigen Umständen der Reiseleistung keine Garantie und bezüglich Auskünften über die Verfügbarkeit der vom Vermittler zu vermittelnden Leistungen keine Beschaffungsgarantie im Sinne dieser Vorschrift.

2.5. Sonderwünsche nimmt Tourlane nur zur Weiterleitung an den zu vermittelnden Leistungserbringer entgegen. Soweit etwas anderes nicht ausdrücklich vereinbart ist, hat Tourlane für die Erfüllung solcher Sonderwünsche nicht einzustehen. Diese sind auch nicht Bedingung oder Vertragsgrundlage für den Vermittlungsauftrag oder für die vom Vermittler an den Leistungserbringer zu übermittelnde Buchungserklärung des Kunden. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass Sonderwünsche im Regelfall nur durch ausdrückliche Bestätigung des Leistungserbringers zum Inhalt der vertraglichen Verpflichtungen des Leistungserbringers werden.

3. Unterlagen über die vermittelten Reiseleistungen

3.1. Sowohl den Kunden, wie auch Tourlane trifft die Pflicht, Vertrags- und sonstige Unterlagen des vermittelten Leistungserbringers über die Reiseleistungen, die dem Kunden durch Tourlane ausgehändigt wurden, insbesondere Buchungsbestätigungen, Versicherungsscheine und sonstige Unterlagen über die vermittelten Reiseleistungen auf Richtigkeit und Vollständigkeit, insbesondere auf die Übereinstimmung mit der Buchung und dem Vermittlungsauftrag zu überprüfen.

3.2. Soweit Unterlagen über die vermittelten Reiseleistungen dem Kunden nicht direkt vom vermittelten Leistungserbringer übermittelt werden, erfolgt die Aushändigung nach Wahl von Tourlane durch postalischen oder elektronischen Versand.

4. Mitwirkungspflichten des Kunden gegenüber Tourlane

4.1. Der Kunde hat für ihn erkennbare Fehler oder Mängel der Vermittlungstätigkeit von Tourlane nach deren Feststellung diesem unverzüglich mitzuteilen. Hierunter fallen insbesondere fehlerhafte oder unvollständige Angaben von persönlichen Kundendaten, sonstiger Informationen, Auskünfte und Unterlagen über die vermittelten Reiseleistungen, sowie die nicht vollständige Ausführung von Vermittlungsleistungen (z.B. nicht vorgenommene Buchungen oder Reservierungen).

4.2. Erfolgt keine Anzeige nach Ziffer 4.1 durch den Kunden, so gilt:

a) Unterbleibt die Anzeige des Kunden nach Ziffer 4.1 unverschuldet, entfallen seine Ansprüche nicht.

b) Ansprüche des Kunden an Tourlane entfallen insoweit, als Tourlane nachweist, dass dem Kunden ein Schaden bei ordnungsgemäßer Anzeige nicht oder nicht in der vom Kunden geltend gemachten Höhe entstanden wäre. Dies gilt insbesondere, soweit Tourlane nachweist, dass eine unverzügliche Anzeige durch den Kunden Tourlane die Möglichkeit zur Behebung des Mangels oder der Verringerung eines Schadens, z.B. durch Umbuchung, Zusatzbuchung oder Stornierung mit dem vermittelten Leistungserbringer ermöglicht hätte.

c) Ansprüche des Kunden im Falle einer unterbliebenen Anzeige nach Ziffer 4.1 entfallen nicht

  • bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung von Tourlane oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von Tourlane resultieren

  • bei Ansprüchen auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von Tourlane oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von Tourlane beruhen

  • bei Verletzung einer wesentlichen Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vermittlungsvertrages überhaupt erst ermöglicht oder deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet.

d) Die Haftung für Buchungsfehler gemäß den Bestimmungen von Artikel 35 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 bleibt unberührt.

e) Eine vertragliche und/oder gesetzliche Verpflichtung des Kunden zur Mängelanzeige gegenüber dem vermittelten Leistungserbringer bleibt von Ziffer 4 unberührt.

f) Der Kunde wird in seinem eigenen Interesse gebeten, Tourlane auf besondere Bedürfnisse oder Einschränkungen im Hinblick auf die nachgefragten Reiseleistungen hinzuweisen.

5. Aufwendungsersatz, Vergütungen, Inkasso

5.1. Tourlane ist berechtigt, Zahlungen entsprechend den Leistungs- und Zahlungsbestimmungen der vermittelten Leistungserbringer zu verlangen, soweit diese wirksam zwischen dem Leistungserbringer und dem Kunden vereinbart sind und rechtswirksame Zahlungsbestimmungen enthalten.

5.2. Zahlungsansprüche gegenüber dem Kunden kann Tourlane, soweit dies den Vereinbarungen zwischen Tourlane und dem Leistungserbringer entspricht, als dessen Inkassobevollmächtigter geltend machen, jedoch auch aus eigenem Recht auf Grundlage der vertraglichen Vorschusspflicht des Kunden als Auftraggeber.

5.3. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend für Stornokosten (Rücktrittsentschädigungen) und sonstige gesetzlich oder vertraglich begründete Forderungen des vermittelten Leistungserbringers.

5.4. Der Kunde kann eigenen Zahlungsansprüchen von Tourlane nicht im Wege der Zurückbehaltung oder Aufrechnung entgegenhalten, dass der Kunde Ansprüche gegenüber dem vermittelten Leistungserbringer, insbesondere aufgrund mangelhafter Erfüllung des vermittelten Vertrages, hat. Dies gilt nicht, wenn für das Entstehen solcher Ansprüche eine schuldhafte Verletzung von Vertragspflichten von Tourlane ursächlich oder mitursächlich geworden ist oder Tourlane aus anderen Gründen gegenüber dem Kunden für die geltend gemachten Gegenansprüche haftet.

6. Pflichten von Tourlane bei Reklamationen des Kunden gegenüber den vermittelten Leistungserbringern

6.1. Ansprüche müssen gegenüber den vermittelten Leistungserbringern innerhalb bestimmter Fristen, die sich aus Gesetz oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben können, geltend gemacht werden. Im Regelfall werden diese Fristen nicht durch Geltendmachung gegenüber Tourlane gewahrt. Dies gilt auch, soweit der Kunde bezüglich derselben Reiseleistung Ansprüche sowohl gegenüber Tourlane als auch gegenüber dem Leistungserbringer geltend machen will.

6.2. Bei Reklamationen oder sonstiger Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber den vermittelten Leistungserbringern beschränkt sich die Pflicht von Tourlane auf die Erteilung der erforderlichen und bekannten Informationen und Unterlagen, insbesondere die Mitteilung von Namen und Adressen der vermittelten Leistungserbringer.

6.3. Übernimmt Tourlane – auch ohne hierzu verpflichtet zu sein – die Weiterleitung fristwahrender Anspruchsschreiben des Kunden, haftet Tourlane für den rechtzeitigen Zugang beim Empfänger nur bei von Tourlane selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachter Fristversäumnis.

6.4. Bezüglich etwaiger Ansprüche des Kunden gegenüber den vermittelten Leistungserbringern besteht keine Pflicht von Tourlane zur Beratung über Art, Umfang, Höhe, Anspruchsvoraussetzungen und einzuhaltende Fristen oder sonstige rechtliche Bestimmungen.

7. Wichtige Hinweise zu Versicherungen von Reiseleistungen

7.1. Tourlane weist auf die Möglichkeit hin, zur Minimierung eines Kostenrisikos bei Stornierungen durch den Kunden eine Reiserücktrittskostenversicherung bei Buchung abzuschließen.

7.2. Der Kunde wird weiterhin darauf hingewiesen, dass eine Reiserücktrittskostenversicherung üblicherweise nicht den entstehenden Schaden abdeckt, der ihm durch einen – auch unverschuldeten – Abbruch der Inanspruchnahme der Reiseleistungen nach deren Antritt entstehen kann. Eine Reiseabbruchversicherung ist in der Regel gesondert abzuschließen.

7.3. Bei der Vermittlung von Reiseversicherungen wird der Kunde darauf hingewiesen, dass die Versicherungsbedingungen der vermittelten Reiseversicherungen besondere Vertragsbedingungen und / oder Mitwirkungspflichten des Kunden enthalten können, insbesondere Haftungsausschlüsse (z.B. bei Vorerkrankungen), Fristen für die Schadensanzeige und Selbstbehalte.

Tourlane haftet nicht, soweit Tourlane keine Falschauskunft bezüglich der Versicherungsbedingungen getätigt hat und der vermittelte Reiseversicherer aufgrund von wirksam vereinbarten Versicherungsbedingungen ein Leistungsverweigerungsrecht gegenüber dem Kunden hat.

8. Stellung und Pflichten des Vermittlers im Zusammenhang mit der Vermittlung von Flugbeförderungsleistungen

8.1. Entsprechend der EU-Verordnung Nr. 2111/2005 über die Erstellung einer gemeinschaftlichen Liste der Luftfahrtunternehmen ist der Vermittler verpflichtet, den Fluggast bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft zu unterrichten. Sofern bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht feststeht, wird der Vermittler ihm die vom vermittelten Unternehmen vorliegenden Informationen über diejenige Fluggesellschaft übermitteln, die wahrscheinlich den Flug durchführt. Bei einem Wechsel der Fluggesellschaft wird der Kunde unverzüglich über den Wechsel unterrichtet. Die gemeinschaftliche Liste über die mit Flugverbot in der Europäischen Union belegten Fluggesellschaften ist über die Internetseiten https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/eu-air-safety-list abrufbar und kann dem Kunden auf Verlangen in den Geschäftsräumen des Vermittlers ausgehändigt werden.

8.2. Für das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und der Fluggesellschaft gelten – soweit jeweils anwendbar – die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Luftverkehrsgesetzes, des Warschauer und Montrealer Übereinkommens und unmittelbar, wie inländische gesetzliche Bestimmungen,

  • die Verordnung (EG) Nr. 261/2004 zu Flugpassagierrechten

  • die Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 über die Erstellung einer gemeinschaftlichen Liste der Luftfahrtunternehmen, gegen die in der Gemeinschaft eine Betriebsuntersagung ergangen ist, sowie über die Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

  • die Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität.

8.3. Dem Kunden wird dringend empfohlen, sich über seine Rechte als Fluggast, z.B. durch die Aushänge in den Flughäfen, durch die Informationen des ausführenden Luftfahrtunternehmens oder die Informationsblätter der portugiesischen Zivilluftfahrtbehörde, abrufbar unter www.anac.pt/vPT/Generico/Paginas/Homepage00.aspx. Kunden können zusätzlich auf der Webseite der Luftsicherheitsbehörde an ihrem jeweiligen Wohnsitz informieren. Für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland ist diese unter www.lba.de abrufbar.

9. Vergütungsansprüche des Vermittlers

9.1. Für die Preise und die Serviceentgelte bei der Vermittlung der Flugbeförderungsleistungen von Fluggesellschaften nach Ziffer 8 dieser Vermittlungsbedingungen gilt:

9.2. Die angegebenen und in Rechnung gestellten Preise sind Preise der Fluggesellschaften, die keine Provision oder ein sonstiges Entgelt der Fluggesellschaft für die Tätigkeit des Vermittlers beinhalten.

9.3. Die Vergütung des Vermittlers im Rahmen dieser Vermittlungstätigkeit erfolgt demnach ausschließlich durch vom Kunden zu bezahlende Serviceentgelte.

9.4. Das Serviceentgelt für die Vermittlungstätigkeit der Tourlane und für sonstige Tätigkeiten im Zusammenhang mit Flugbuchungen beträgt, soweit im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist, 14% des Bruttoflugpreises des vermittelten Flugbeförderungsunternehmens.

9.5. Ist eine Vereinbarung zur Höhe eines entsprechenden Serviceentgelts nicht getroffen worden, schuldet der Kunde dem Vermittler eine Vergütung nach den gesetzlichen Bestimmungen, d.h. es besteht eine Pflicht zur Bezahlung einer üblichen Vergütung durch den Auftraggeber.

9.6. Die Serviceentgelte für die Vermittlung von sonstigen Reiseleistungen und für sonstige Tätigkeiten im Auftrag des Kunden bedürfen einer entsprechenden Vereinbarung. Diese kann z.B. durch einen entsprechenden mündlichen oder schriftlichen Hinweis des Vermittlers hierauf erfolgen.

9.7. Der Anspruch des Vermittlers auf Serviceentgelte – auch bei der Flugvermittlung – bleibt durch Leistungsstörungen oder Änderungen, insbesondere Umbuchung, Namenswechsel, Rücktritt, Stornierung, Annullierung, oder Kündigung des vermittelten Vertrages durch den Leistungserbringer oder den Kunden bestehen. Dies gilt nicht, soweit sich ein Anspruch auf Rückerstattung des Kunden aufgrund eines Schadensersatzanspruchs des Kunden wegen Mängeln der Beratungs- oder Vermittlungstätigkeit des Vermittlers aus vertraglichen oder gesetzlichen Ansprüchen ergibt.

10. Haftung von Tourlane

10.1. Soweit Tourlane eine entsprechende weitergehende vertragliche Pflicht nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit dem Kunden übernommen hat, haftet Tourlane nur für ordnungsgemäße Erfüllung der Vermittlerpflichten. Diese Vermittlerpflichten schließen insbesondere die rechtswirksame Übermittlung des Angebots auf Abschluss des Vertrages mit den zu vermittelnden Leistungserbringern sowie im Falle der Annahme des Vertragsangebots durch die zu vermittelnden Leistungserbringer die Übermittlung der Vertragsbestätigung im Namen und auf Rechnung des vermittelten Leistungserbringers, ein.

10.2. Tourlane haftet nicht für Mängel und Schäden, die dem Kunden im Zusammenhang mit der vermittelten Reiseleistung entstehen. Dies gilt nicht bei einer ausdrücklichen diesbezüglichen Vereinbarung oder Zusicherung von Tourlane, insbesondere, wenn diese von der Leistungsbeschreibung des Leistungserbringers erheblich abweicht.

10.3. Eine etwaige eigene Haftung von Tourlane aus der schuldhaften Verletzung von Vermittlerpflichten sowie die Haftung gemäß Artikel 35 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 bleibt von den vorstehenden Bestimmungen unberührt.

Abschnitt II: Regelungen bei der Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen

Die Regelungen dieses Abschnitts II über die Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen gelten ausschließlich, wenn Tourlane das in Anhang III des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 enthaltene Standardinformationsblatt über die Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen bereitstellt. In diesem Formblatt wird der Kunde darüber informiert, dass mit Buchung einer weiteren Reiseleistung bei Tourlane keine Pauschalreise gebucht wird, jedoch mit Vertragsschluss des zweiten Vertrages verbundene Reiseleistungen entstehen.

1. Zahlungen auf verbundene Reiseleistungen

1.1. Tourlane darf Zahlungen des Reisenden auf Vergütungen für Reiseleistungen verbundener Reiseleistungen nur entgegennehmen, wenn Tourlane sichergestellt hat, dass diese dem Reisenden erstattet werden, soweit Reiseleistungen von Tourlane selbst zu erbringen sind oder Entgeltforderungen vermittelter Leistungserbringer noch zu erfüllen sind und im Fall der Zahlungsunfähigkeit von Tourlane

  • Reiseleistungen ausfallen oder

  • der Reisende im Hinblick auf erbrachte Reiseleistungen Zahlungsaufforderungen nicht befriedigter vermittelter Leistungserbringer nachkommt.

1.2. Tourlane stellt diese Garantie bei der Vermittlung verbundener Reiseleistungen durch den Beitritt zum Garantiefonds für Reise und Tourismus sicher, wobei der Name und die Kontaktdaten der zuständigen Stelle – Turismo de Portugal, I.P. – für alle vom Kunden an Tourlane für verbundene Reiseleistungen geleisteten Zahlungen klar, umfassend und deutlich angegeben werden, soweit der Kunde die Zahlungen nicht unmittelbar an den Anbieter der jeweiligen Reiseleistung leistet.

1.3 Die Mitgliedschaft von Tourlane im Garantiefonds für Reise und Tourismus entspricht den Bestimmungen der Artikel 17 und 18 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2015/2302 über Pauschalreisen, die durch die Artikel 34 Absatz 5 und 31 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 in portugiesisches Recht umgesetzt wurden.

2. Verweis auf die zusätzliche Geltung von Regelungen in Abschnitt I dieses Teil A

2.1. Darüber hinaus gelten für die Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen die nachfolgend genannten Ziffern des Abschnitts I dieses Teil A dieser Geschäftsbedingungen: 1; 2; 3; 4; 6; 7; 8; 9; 10.

2.2. Ziffer 5 des Abschnitts I gilt nur unter der Maßgabe, dass Tourlane seine Verpflichtung aus Ziffer 1 dieses Abschnitts II zur Sicherstellung der Zahlungen erfüllt hat

Teil B: Reisebedingungen für Pauschalreisen von Tourlane

Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen (nachfolgend „Kunde“ oder „Reisender“ genannt) und Tourlane des zu Stande kommenden Pauschalreisevertrages.

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen geben die im portugiesischen Gesetzesdekret Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 vorgesehenen gesetzlichen Regelungen wieder und ergänzen diese, welches den Zugang zur und die Ausübung der Tätigkeit von Reise- und Tourismusagenturen regelt und die Richtlinie (EU) 2015/2302 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 umsetzt.

1. Stellung von Tourlane bei vermittelten Flugleistungen zur Eigenanreise

1.1. Die Pauschalreiseleistungen von Tourlane beinhalten in der Regel keine Flugbeförderungsleistungen an den Veranstaltungsort. Soweit in der Reiseausschreibung der Flug nicht ausdrücklich als Bestandteil der von Tourlane angebotenen und durchgeführten Pauschalreise ausgewiesen ist, bietet Tourlane Flugleistungen nicht als eigene Leistungen, sondern als vermittelte Leistung neben der Pauschalreise an.

1.2. Soweit Tourlane neben den Flugbeförderungsleistungen zusätzliche touristische Nebenleistungen weiterer Leistungsanbieter (z.B. Flugbeförderungsleistung nebst Aufenthalt in Airport-Lounge) vermittelt und diese Nebenleistungen des weiteren Leistungsanbieters keinen erheblichen Anteil am Gesamtwert dieser Leistungszusammenstellung ausmachen und weder ein wesentliches Merkmal dieser Leistungszusammenstellung des Leistungsanbieters oder von Tourlane selbst darstellen noch als solches beworben werden, hat Tourlane lediglich die Stellung eines Vermittlers. Insoweit wird auf Teil A Abschnitt I verwiesen.

1.3. Tourlane hat als Vermittler die Stellung eines Vermittlers verbundener Reiseleistungen, soweit gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Artikels 34 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 als Vermittler für verbundene Reiseleistungen tätig, sofern die Voraussetzungen für die Vermittlung von Leistungen im Rahmen einer von Tourlane veranstalteten Pauschalreise nicht erfüllt sind. In diesem Zusammenhang wird auf Teil A, Abschnitt II verwiesen.

1.4. Unbeschadet der Verpflichtungen von Tourlane als Anbieter verbundener Reiseleistungen gemäß Teil A Abschnitt II und der rechtlichen Folgen bei Nichterfüllung dieser gesetzlichen Verpflichtungen ist Tourlane im Falle des Vorliegens der Voraussetzungen nach 1.2 oder 1.3 weder Reiseveranstalter noch Vertragspartner des im Buchungsfalle zu Stande kommenden Vertrages über die vermittelten Leistungen. Tourlane haftet demnach nicht für die Angaben des vermittelten Vertragspartners zu Preisen und Leistungen, für die Leistungserbringung selbst oder Schadensersatz aus diesen vermittelten Leistungen. Eine etwaige Haftung von Tourlane aus dem Vermittlungsvertrag und aus gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere nach zwingenden Vorschriften über Telemedien und den elektronischen Geschäftsverkehr bleibt hiervon unberührt.

1.5. Durch die vorstehenden Bestimmungen bleibt die Haftung von Tourlane aus dem Vermittlungsvertrag unberührt.

2. Abschluss des Reisevertrages

2.1. Mit der Reiseanmeldung bietet der Kunde Tourlane den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an.

2.2. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich, auf elektronischem Weg oder fernmündlich erfolgen und gilt als Buchung seitens des Kunden. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch Tourlane zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. An sein Angebot ist der Reiseteilnehmer bis zur Annahme durch Tourlane, jedoch höchstens 16 Tage ab Anmeldetag, gebunden. Die Annahme erfolgt in Form einer schriftlichen Reisebestätigung bzw. Rechnung.

2.3. Bei „Buchungsanfragen“ informiert Tourlane den Kunden nach Eingang der Buchung darüber, ob die Reiseleistungen noch beim Reiseleistungserbringer angefragt werden müssen, um deren Verfügbarkeit zu bestätigen, bevor die Reise bestätigt werden kann. Dies ist erforderlich, da viele Reiseleistungserbringer keine Verfügbarkeitsverwaltung in Echtzeit anbieten, sodass es vorkommen kann, dass die ausgewählten Reiseleistungen, die zum Zeitpunkt der Auswahl noch verfügbar waren, inzwischen ausgebucht sind; in diesem Fall wird Tourlane sich nach besten Kräften bemühen, eine geeignete Alternative zu finden. Können die Leistungen aus diesem Grund nicht sofort bestätigt werden, erhält der Kunde von Tourlane eine Eingangsbestätigung der Buchungsanfrage, die keine verbindliche Reisebestätigung darstellt und somit auch keinen verbindlichen Vertrag über die angefragten Reiseleistungen. Es wird daher ausdrücklich empfohlen, dass der Kunde die endgültige Reisebestätigung abwartet, bevor er andere kostenpflichtige Leistungen im Zusammenhang mit der Reise bucht oder Leistungen wählt, die kostenfrei storniert werden können.

2.4. Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen einzustehen, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

2.5. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung von Tourlane vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot von Tourlane vor, an das Tourlane für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, soweit Tourlane bezüglich des neuen Angebots auf die Änderung hingewiesen und seine vorvertraglichen Informationspflichten erfüllt hat und der Kunde innerhalb der Bindungsfrist Tourlane die Annahme durch ausdrückliche Erklärung oder Anzahlung erklärt.

2.6. Die von Tourlane gegebenen vorvertraglichen Informationen über wesentliche Eigenschaften der Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzlichen Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die Mindestteilnehmerzahl sowie die Stornogebühren sind Bestandteil des Pauschalreisevertrages und können nicht geändert werden, es sei denn, dies wurde zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart gemäß Artikel 19 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018.

2.7. Tourlane weist darauf hin, dass sowohl der Reisende als auch Tourlane selbst den Vertrag gemäß den Bestimmungen der Artikel 25 bis 27 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 beenden können.

3. Reisepreis und Bezahlung

3.1. Tourlane ist berechtigt, Zahlungen im Zusammenhang mit dem Reisepreis bereits vor Beendigung der Pauschalreise zu verlangen und entgegenzunehmen, da die Gelder des Kunden gemäß Artikel 37 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 durch den Garantiefonds für Reise und Tourismus abgesichert sind (Eintragungsnummer 13362 im Nationalen Register der Reise- und Tourismusagenturen (Registo Nacional de Agências de Viagens e Turismo) , siehe https://rnt.turismodeportugal.pt/rnt/Pesquisa_AVT.aspx). Nach Abschluss des Reisevertrags ist der Kunde verpflichtet, eine Anzahlung in Höhe von 25 % des Reisepreises zu leisten; die Restzahlung ist 30 Tage vor Reisebeginn fällig, sofern die Reise aus dem in Ziffer 10.2 genannten Grund nicht mehr storniert werden kann.

3.2. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, obwohl Tourlane zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist, seine gesetzlichen Informationspflichten erfüllt hat und kein gesetzliches oder vertragliches Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht und hat der Kunde dies zu vertreten, so ist Tourlane berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung und nach Ablauf der Frist vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 8 zu belasten.

3.3. Stornoentschädigungen, Bearbeitungs- und Umbuchungsgebühren sowie Versicherungsprämien sind sofort nach entsprechender Rechnungstellung durch Tourlane fällig.

3.4. Die Reiseunterlagen werden dem Kunden, rechtzeitig vor Abreise nach Eingang seiner Restzahlung bei Tourlane zugesandt.

3.5. Erfolgt die Buchung kurzfristiger als 30 Tage vor Reiseantritt, so ist der gesamte Reisepreis sofort bei Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung fällig.

3.6. Die Bezahlung ist per Überweisung und Kreditkarte möglich. Die Bezahlung mit Kreditkarten der Marke American Express (Amex) ist ausgeschlossen und wird nicht akzeptiert.

3.7. Pro Buchung kann nur maximal ein gültiger Gutschein eingelöst werden, sofern die Gutscheinbedingungen nicht im Einzelfall die Kombination mehrerer Gutscheine in einer Buchung erlauben. Ein nachträgliches Hinzufügen von Gutscheinen auf bereits abgeschlossene Buchungen ist ausgeschlossen, sofern die Gutscheinbedingungen nicht im Einzelfall dies erlauben. Gutscheine sind nicht anwendbar auf Reisen oder Reise-Bestandteile, bei denen Tourlane rein als Vermittler agiert, wie z. B. Flug- oder Gruppenreisen.

4. Leistungen

4.1. Für den Umfang der vertraglichen Leistungen sind die Leistungsbeschreibungen im individuellen Angebot, so wie sie Vertragsgrundlage geworden sind, sowie die hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung/Rechnung verbindlich. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern, bedürfen einer Bestätigung in Textform. Bildliche Darstellungen von Reisezielen und Unterkünften sind lediglich exemplarisch und können im Detail abweichen.

4.2. Angaben in Hotelprospekten und ähnliche Beschreibungen, die nicht von Tourlane herausgegeben werden, sind für Tourlane und die Leistungspflicht von Tourlane nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdrückliche Vereinbarung mit dem Kunden zum Inhalt der Leistungspflicht von Tourlane gemacht wurden.

5. Leistungsänderungen

5.1. Änderungen von Vertragsinhalten vor Reisebeginn, die nicht den Reisepreis betreffen

5.2. Abweichungen wesentlicher Eigenschaften von Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Pauschalreisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und von Tourlane nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind Tourlane vor Reisebeginn gestattet, soweit die Abweichungen unerheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen. Als wesentliche Bestandteile der Reise gelten die Reisedaten, die Hotel- oder Zimmerkategorie, das Reiseziel oder die Aufenthaltsdauer. In diesem Zusammenhang wird zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart, dass Tourlane bestimmte Bestandteile der Reise im Falle betrieblicher Erfordernisse durch gleich- oder höherwertige Alternativen ersetzen darf, sofern dies den Gesamtcharakter der Reise nicht beeinträchtigt.

5.3. Tourlane ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. auch durch Email, SMS oder Sprachnachricht) klar, verständlich und in hervorgehobener Weise zu informieren.

5.4. Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Eigenschaft einer Reiseleistung oder der Abweichung von besonderen Vorgaben des Kunden, die Inhalt des Pauschalreisevertrages geworden sind, ist der Kunde berechtigt, innerhalb einer von Tourlane gleichzeitig mit Mitteilung der Änderung gesetzten angemessenen Frist entweder die Änderung anzunehmen oder unentgeltlich vom Pauschalreisevertrag zurückzutreten. Erklärt der Kunde nicht innerhalb der von Tourlane gesetzten Frist ausdrücklich gegenüber dieser den Rücktritt vom Pauschalreisevertrag, gilt die Änderung als angenommen.

5.5. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Hatte Tourlane für die Durchführung der geänderten Reise bzw. einer eventuell angebotenen Ersatzreise bei gleichwertiger Beschaffenheit zum gleichen Preis geringere Kosten, hat der Kunde Anspruch auf den Differenzbetrag.

6. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen Gründen, die ihm zuzurechnen sind, nicht in Anspruch, hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Tourlane wird sich bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn eine Erstattung nicht möglich gemacht werden kann. Tourlane ist berechtigt, eine Bearbeitungsgebühr von € 50,- vom zu erstattenden Betrag abzuziehen und als Ausgleich für den zusätzlichen Arbeitsaufwand einzubehalten. Ziffer 8.5. gilt entsprechend.

7. Informationspflicht zur Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens

7.1. Die EU-Verordnung Nr. 2111/2005 zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet Tourlane, den Reisekunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, ist zunächst die wahrscheinliche Fluggesellschaft zu benennen und der Kunde entsprechend zu informieren, sobald die ausführende Fluggesellschaft feststeht. Bei einem Wechsel der ausführenden Fluggesellschaft hat Tourlane den Kunden unverzüglich hierüber zu informieren. Eine „Black-List“ unsicherer Fluggesellschaften mit Flugverbot in der EU ist auf folgender zu finden: https://transport.ec.europa.eu/transport-themes/eu-air-safety-list_en .

7.2. Für die Gestaltung des Flugplanes und dessen Einhaltung sind im Wesentlichen die Fluggesellschaften sowie die staatlichen Koordinierungsbehörden zuständig. Daher können sich kurzfristige Änderungen der Flugzeiten, der Streckenführung und des Fluggeräts ergeben, die außerhalb des Einflussbereichs von Tourlane liegen. Reiseteilnehmer sind verpflichtet, sich vor dem Rückflug bei der Fluggesellschaft über den genauen Zeitpunkt des Rückfluges zu informieren und den Rückflug bestätigen zu lassen. Im Übrigen wird auf die entsprechenden ausdrücklichen Hinweise in den Reiseunterlagen verwiesen. Etwaige Ansprüche des Reiseteilnehmers aufgrund unzumutbarer Leistungsänderung bleiben unberührt.

8. Rücktritt durch den Kunden (Stornokosten); Übertragung der Vertragsposition; Ersatzreisender

8.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist Tourlane unter der unten angegebenen Adresse mitzuteilen. Wurde die Pauschalreise über einen Vermittler gebucht, kann der Rücktritt auch dem Vermittler mitgeteilt werden. Es wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Eingangs der Rücktrittserklärung bei Tourlane.

8.2. Das Rücktrittsrecht kann ausnahmsweise bei Buchung der fakultativen TourlaneCare Flex Option als Teil der Pauschalreise bis 30 Tage vor Reisebeginn (soweit nicht ein abweichender Zeitraum bei Buchung und in der Reisebestätigung angegeben ist) einmalig kostenlos ausgeübt werden. Im Falle eines dementsprechend fristgerechten Rücktritts werden dem Kunden sämtliche Zahlungen, die dieser auf den Reisepreis geleistet hat erstattet, ohne dass eine Entschädigung anfällt, allerdings – außer in den Fällen der Ziffer 8.8 sowie der Ziffer 10.1 - abzüglich des Aufpreises, den der Kunde ggf. für die TourlaneCare Flex Option entrichtet hat. Für die Rechtzeitigkeit des Rücktritts ist der Zugang bei Tourlane maßgeblich. Dem Reisekunden wird empfohlen, den Rücktritt in Textform während gültiger Geschäftszeiten bis zum Tag des Fristablaufs an die am Ende dieser Bedingungen aufgeführte E-Mail-Adresse zu erklären. Als Reisebeginn gilt der Tag, an dem die erste in der Reise enthaltene Leistung erbracht wird.

8.3Bei einem Rücktritt von einer Pauschalreise vor Reisebeginn verliert Tourlane den Anspruch auf den Reisepreis.

Bei einem Rücktritt von einer Pauschalreise vor Reisebeginn kann Tourlane eine angemessene Entschädigung nach Maßgabe der Regelungen und der Stornostaffel in Ziffer 8.4 verlangen, soweit der Rücktritt nicht von Tourlane zu vertreten ist. Bei einem Rücktritt mit TourlaneCare Flex Option, der später als 30 Tage vor Reisebeginn erklärt wird, kann Tourlane eine angemessene Entschädigung nach Maßgabe der jeweils geltenden Stornostaffel des TourlaneCare Flex Programms verlangen, soweit der Rücktritt nicht von Tourlane zu vertreten ist.

Der Reisende ist nicht zur Zahlung einer Entschädigung verpflichtet, wenn am Reiseziel oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände eintreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen zum Reiseziel erheblich beeinträchtigen; Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich, wenn sie außerhalb der Kontrolle der Partei liegen, die sich darauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären. Weitere Informationen finden sich in Ziffer 8.8

8.4. Tourlane hat die nachfolgenden Entschädigungspauschalen unter Berücksichtigung des Zeitraums zwischen der Rücktrittserklärung und dem Reisebeginn sowie unter Berücksichtigung der erwarteten Ersparnis von Aufwendungen und des erwarteten Erwerbs durch anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen festgelegt. Die Entschädigung wird auf den tatsächlich geleistesten Reisepreis des Landprogramms, d.h. ohne Berücksichtigung von etwaigen Marketingkampagnen oder Vouchern, nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung wie folgt mit der jeweiligen Stornostaffel berechnet:

  • Bis 45 Tage vor Reisebeginn 20%

  • 44 bis 30 Tage vor Reisebeginn 30%

  • 29 bis 20 Tage vor Reisebeginn 45%

  • 19 bis 14 Tage vor Reisebeginn 75%

  • 13 bis 7 Tage vor Reisebeginn 85%

  • 06 Tage bis Nichterscheinen 90%

Hat der Kunde die TourlaneCare Flex Option gewählt, so gilt die dort bestimmte Stornostaffel.

8.5. Als Stichtag für die Berechnung gilt der Zugang der Rücktrittserklärung.

8.6. Dem Kunden bleibt es unbenommen, Tourlane nachzuweisen, dass Tourlane kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist als die geforderte Pauschale.

8.7. Eine Entschädigungspauschale gem. Ziffer 8.4. gilt als nicht festgelegt und vereinbart, soweit Tourlane nachweist, dass Tourlane wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind als der kalkulierte Betrag der Pauschale gemäß Ziffer 8.4. In diesem Fall ist Tourlane verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und des Erwerbs einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu begründen.

8.8. Tourlane ist infolge eines Rücktritts zur unverzüglichen Rückerstattung des Reisepreises verpflichtet. Ein Abzug des Aufpreises, den der Kunde ggf. für die TourlaneCare Flex Option gem. Ziffer 8.2 entrichtet hat, findet in folgenden Fällen nicht statt:

a) soweit ein kundenseitiger Rücktritt von Tourlane zu vertreten ist;

b) wenn Tourlane wegen unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände an der Erfüllung des Vertrags gehindert ist und die Reise absagen muss sowie

c) im Falle eines kundenseitigen Rücktritts, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen.

8.9. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß Artikel 22 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 von Tourlane durch Mitteilung auf einem dauerhaften Datenträger zu verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt. Eine solche Erklärung ist in jedem Fall rechtzeitig, wenn sie Tourlane bis 7 Tage vor Reisebeginn zugeht.

8.10. Der Abschluss einer Reisekostenausfall-, Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reisekrankenversicherung ist nicht im Angebot von Tourlane inbegriffen und wird dringend empfohlen. Nähere Informationen über Versicherungsleistungen einer Rückführungskostenversicherung, u.a. über Deckung von Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit, erteilen Versicherungen und Versicherungsmakler.

9. Umbuchungen

9.1. Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft, der Verpflegungsart, der Beförderungsart oder sonstiger Leistungen (Umbuchung) besteht nicht. Tourlane kann bei Einhaltung der nachstehenden Fristen ein Umbuchungsentgelt vom Kunden pro von der Umbuchung betroffenen Reisenden erheben. Das Umbuchungsentgelt beträgt - außer den in den Fällen des letzten Satzes dieses Abschnitts 9.1 - jeweils bis zu dem Zeitpunkt des Beginns der zweiten Stornostaffelstufe der jeweiligen Reiseart gemäß vorstehender Regelung in Ziffer 8 € 50,- pro betroffenen Reisenden. Ziffer 8.8. gilt entsprechend. Etwaig resultierende Reisepreisdifferenzen werden unabhängig hiervon berücksichtigt. Eine Umbuchungsgebühr wird nicht erhoben, wenn die Umbuchung erforderlich ist, weil Tourlane keine, unzureichende oder falsche vorvertragliche Informationen gegenüber dem Reisenden gegeben hat; in diesem Fall ist die Umbuchung kostenlos möglich.

9.2. Umbuchungswünsche des Kunden später als 30 Tage vor Reiseantritt können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Pauschalreisevertrag gemäß Ziffer 8 zu den Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.

10. Rücktritt wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl

10.1. Tourlane kann bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl nach Maßgabe folgender Regelungen zurücktreten:

  1. Die Mindestteilnehmerzahl und der späteste Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung von Tourlane beim Kunden muss in der jeweiligen vorvertraglichen Unterrichtung angegeben sein.

  2. Tourlane hat die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist in der Reisebestätigung anzugeben.

  3. Tourlane ist verpflichtet, dem Kunden gegenüber die Absage der Reise unverzüglich zu erklären, wenn feststeht, dass die Reise wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt wird.

  4. Ein Rücktritt von Tourlane später als 30 Tage vor Reisebeginn ist unzulässig.

  5. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverzüglich zurück, Ziffer 8 gilt entsprechend. Ein Abzug des Aufpreises, den der Kunde gem. Ziffer 8.2 für die TourlaneCare FlexOption entrichtet hat, findet in diesem Fall nicht statt.

11. Beschränkung der Haftung

11.1. Die vertragliche Haftung von Tourlane für Schäden, die nicht aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren und nicht schuldhaft herbeigeführt wurden, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Möglicherweise darüberhinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen bzw. dem Luftverkehrsgesetz bleiben von dieser Haftungsbeschränkung unberührt.

11.2. Tourlane haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. vermittelte Ausflüge), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der Identität und Anschrift des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet wurden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Pauschalreise von Tourlane sind und getrennt ausgewählt wurden.

11.3. Tourlane haftet jedoch, wenn und soweit für einen Schaden des Reisenden die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten von Tourlane ursächlich geworden ist.

12. Mitwirkungspflicht des Reisenden

12.1. Mängelanzeige/ Abhilfeverlangen

  • Wird die Reise nicht frei von Reisemängeln erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen.

  • Soweit Tourlane infolge einer schuldhaften Unterlassung der Mängelanzeige nicht Abhilfe schaffen konnte, kann der Reisende weder Minderungsansprüche noch Schadensersatzansprüche geltend machen.

  • Der Reisende ist verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich an Tourlane unter der mitgeteilten Kontaktstelle von Tourlane zur Kenntnis zu bringen; über die Erreichbarkeit der Kontaktstelle von Tourlane wird in der Reisebestätigung unterrichtet. Der Reisende kann jedoch die Mängelanzeige auch seinem Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht hat, zur Kenntnis bringen.

  • Der Vertreter von Tourlane ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Er ist jedoch nicht befugt, Ansprüche anzuerkennen.

13. Fristsetzung vor Kündigung

Will der Kunde/Reisende den Pauschalreisevertrag wegen eines Reisemangels gemäß Artikel 25 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 kündigen, hat er Tourlane zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Abhilfe von Tourlane verweigert wird oder wenn die sofortige Abhilfe notwendig ist.

14. Gepäckbeschädigung und Gepäckverspätung bei Flugreisen; besondere Regeln Fristen zum Abhilfeverlangen

14.1. Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung im Zusammenhang mit Flugreisen nach den luftverkehrsrechtlichen Bestimmungen vom Reisenden unverzüglich vor Ort mittels Schadensanzeige („P.I.R.“ (Property Irregularity Report)) der zuständigen Fluggesellschaft anzuzeigen sind. Fluggesellschaften und Tourlane können die Erstattungen aufgrund internationaler Übereinkünfte ablehnen, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21 Tagen nach Aushändigung, zu erstatten.

14.2. Zusätzlich ist der Verlust, die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck unverzüglich Tourlane, seinem Vertreter bzw. seiner Kontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzeigen. Dies entbindet den Reisenden nicht davon, die Schadenanzeige an die Fluggesellschaft gemäß Buchst. a) innerhalb der vorstehenden Fristen zu erstatten.

15. Reiseunterlagen

Der Kunde hat Tourlane zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z. B. Flugschein, Hotelgutscheine) nicht bis unmittelbar vor Reiseantritt erhalten hat.

16. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat

Ansprüche gemäß Artikel 25 des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018 hat der Kunde/Reisende gegenüber Tourlane geltend zu machen. Die Geltendmachung kann auch über den Reisevermittler erfolgen, wenn die Pauschalreise über diesen Reisevermittler gebucht war. Eine Geltendmachung in Textform wird empfohlen.

17. Besondere Regelungen im Zusammenhang mit Pandemien

17.1. Die Parteien sind sich einig, dass die vereinbarten Reiseleistungen durch die jeweiligen Leistungserbringer stets unter Einhaltung und nach Maßgabe der zum jeweiligen Reisezeitpunkt geltenden behördlichen Vorgaben und Auflagen erbracht werden.

17.2. Der Reisende erklärt sich einverstanden, angemessene Nutzungsregelungen oder -beschränkungen der Leistungserbringer bei der Inanspruchnahme von Reiseleistungen zu beachten und im Falle von auftretenden typischen Krankheitssymptomen die Reiseleitung und den Leistungsträger unverzüglich zu verständigen.

18. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen-, Gesundheitsbestimmungen

18.1. Für die Einhaltung der Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsvorschriften ist der Reisende grundsätzlich selbst verantwortlich.

18.2. Tourlane wird den Kunden/Reisenden über allgemeine Pass- und Visaerfordernisse sowie gesundheitspolizeiliche Formalitäten des Bestimmungslandes einschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von gegebenenfalls notwendigen Visa vor Vertragsabschluss sowie über deren evtl. Änderungen vor Reiseantritt unterrichten.

18.3. Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus der Nichtbeachtung dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu Lasten des Kunden/Reisenden. Dies gilt nicht, wenn Tourlane nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

18.4. Tourlane haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde Tourlane mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass Tourlane eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Reisepass, den Sie für die Reise benötigen, Gültigkeit besitzt, nach Möglichkeit sechs Monate über Ihr geplantes Rückreisedatum hinaus.

18.5. Der Reisende sollte sich über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxe-Maßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat zu Thrombose- u. anderen Gesundheitsrisiken eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei Gesundheitsämtern, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird verwiesen. Das von Tourlane diesbezüglich zur Verfügung gestellte Informationsmaterial erhebt keinen Anspruch auf fortwährende Aktualität oder Vollständigkeit, obwohl Tourlane bemüht ist seine Unterlagen auf den neusten Stand zu halten.

Teil C: Allgemeine Bestimmungen

1. Hinweise zum Datenschutz

Tourlane möchte die personenbezogenen Daten aller Kunden schützen und verpflichtet sich daher, solche personenbezogenen Daten, d.h. alle Daten, die im Zusammenhang mit Buchungsvorgängen, Registrierungsvorgängen und/oder der Nutzung von Tourlane Dienstleistungen durch Tourlane beim jeweiligen Teilnehmer für diesen und ggf. weitere Reiseteilnehmer erhoben und nachfolgend gespeichert, verarbeitet und genutzt werden, lediglich zu Zwecken der Abwicklung von unter Mitwirkung von Tourlane zustande gekommenen Verträgen sowie zur Kundenbindung zu nutzen. Eine Übermittlung solcher Daten darf Tourlane an solche Dritte vornehmen, die diese Daten jeweils zur Erfüllung und Abwicklung von unter Mitwirkung von Tourlane zustande gekommenen Verträgen nutzen, insbesondere Partneragenturen, Reedereien, Fluggesellschaften, Transferdienstleister, Hotelbetreiber und Reiseversicherungsanbieter. Tourlane verpflichtet sich, personenbezogene Kundendaten im Übrigen nicht an außenstehende Dritte weiterzugeben, sofern hierzu keine gesetzlich oder behördlich angeordnete Verpflichtung besteht. Mehr zu Ihren Rechten als Betroffener, insbesondere Ihre Widerspruchsrechte, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung unter www.tourlane.pt .

2. Alternative Streitbeilegung; Rechtswahl und Gerichtsstand

2.1. Tourlane weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass Tourlane nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Vermittlerbedingungen für Tourlane verpflichtend würde, informiert Tourlane die Verbraucher hierüber in geeigneter Form.

2.2. Für Kunden/Reisende, die nicht Angehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union oder Schweizer Staatsbürger sind, wird für das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden/Reisenden und Tourlane die ausschließliche Geltung des deutschen Rechts vereinbart. Solche Kunden/Reisende können Tourlane ausschließlich an deren Sitz verklagen.

2.3. Für Klagen von Tourlane gegen Kunden, bzw. Vertragspartner des Pauschalreisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von Tourlane vereinbart.

3. Schlussbestimmungen

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Vertrages einschließlich dieser Geschäftsbedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge.

4. Zusätzliche Bestimmungen

Sofern wir für unsere Kunden Leistungen über Expedia Inc. , 1111 Expedia Group Way West, Seattle, WA 98119, USA gebucht haben, gelten ergänzend deren Geschäftsbedingungen, die sie hier finden können.

Anbieter:

Anschrift und Sitz von Tourlane:

Tourlane Europe – Unipessoal, Lda.,

Av. Duque d'Ávila, 66, 5º, 1069-075 Lisbon, Portugal

Formblatt zur Unterrichtung des Reisenden bei einer Pauschalreise

Bei der Ihnen angebotenen Kombination von Reiseleistungen handelt es sich um eine Pauschalreise im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/2302 sowie der Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe p und 17 ff. des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018

Daher können Sie alle EU-Rechte in Anspruch nehmen, die für Pauschalreisen gelten. Tourlane Europe – Unipessoal, Lda trägt die volle Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der gesamten Pauschalreise.

Zudem verfügt das Unternehmen über die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung für die Rückzahlung Ihrer Zahlungen und, falls der Transport in der Pauschalreise inbegriffen ist, zur Sicherstellung Ihrer Rückbeförderung im Fall seiner Insolvenz.

Wichtigste Rechte nach der Richtlinie (EU) 2015/2302, umgesetzt durch das portugiesische Gesetzesdekret Nr. 17/2018 vom 8. März 2018:

  • Die Reisenden erhalten alle wesentlichen Informationen über die Pauschalreise vor Abschluss des Pauschalreisevertrags.

  • Es haftet immer mindestens ein Unternehmer für die ordnungsgemäße Erbringung aller im Vertrag inbegriffenen Reiseleistungen.

  • Die Reisenden erhalten eine Notruftelefonnummer oder Angaben zu einer Kontaktstelle, über die sie sich mit dem Reiseveranstalter oder dem Reisebüro in Verbindung setzen können.

  • Die Reisenden können die Pauschalreise – innerhalb einer angemessenen Frist und unter Umständen unter zusätzlichen Kosten – auf eine andere Person übertragen.

  • Der Preis der Pauschalreise darf nur erhöht werden, wenn bestimmte Kosten (zum Beispiel Treibstoffpreise) sich erhöhen und wenn dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen ist, und in jedem Fall bis spätestens 20 Tage vor Beginn der Pauschalreise. Wenn die Preiserhöhung 8 % des Pauschalreisepreises übersteigt, kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten. Wenn sich ein Reiseveranstalter das Recht auf eine Preiserhöhung vorbehält, hat der Reisende das Recht auf eine Preissenkung, wenn die entsprechenden Kosten sich verringern.

  • Die Reisenden können ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten und erhalten eine volle Erstattung aller Zahlungen, wenn einer der wesentlichen Bestandteile der Pauschalreise mit Ausnahme des Preises erheblich geändert wird. Wenn der für die Pauschalreise verantwortliche Unternehmer die Pauschalreise vor Beginn der Pauschalreise absagt, haben die Reisenden Anspruch auf eine Kostenerstattung und unter Umständen auf eine Entschädigung.

  • Die Reisenden können bei Eintritt außergewöhnlicher Umstände vor Beginn der Pauschalreise ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten, beispielsweise wenn am Bestimmungsort schwerwiegende Sicherheitsprobleme bestehen, die die Pauschalreise voraussichtlich beeinträchtigen.

  • Zudem können die Reisenden jederzeit vor Beginn der Pauschalreise gegen Zahlung einer angemessenen und vertretbaren Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten.

  • Können nach Beginn der Pauschalreise wesentliche Bestandteile der Pauschalreise nicht vereinbarungsgemäß durchgeführt werden, so sind dem Reisenden angemessene andere Vorkehrungen ohne Mehrkosten anzubieten. Der Reisende kann ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten (in der Bundesrepublik Deutschland heißt dieses Recht „Kündigung“), wenn Leistungen nicht gemäß dem Vertrag erbracht werden und dies erhebliche Auswirkungen auf die Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen hat und der Reiseveranstalter es versäumt, Abhilfe zu schaffen.

  • Der Reisende hat Anspruch auf eine Preisminderung und/oder Schadenersatz, wenn die Reiseleistungen nicht oder nicht ordnungsgemäß erbracht werden.

  • Der Reiseveranstalter leistet dem Reisenden Beistand, wenn dieser sich in Schwierigkeiten befindet.

  • Im Fall der Insolvenz des Reiseveranstalters oder – in einigen Mitgliedstaaten – des Reisevermittlers werden Zahlungen zurückerstattet. Tritt die Insolvenz des Reiseveranstalters oder, sofern einschlägig, des Reisevermittlers nach Beginn der Pauschalreise ein und ist die Beförderung Bestandteil der Pauschalreise, so wird die Rückbeförderung der Reisenden gewährleistet. Tourlane ist dem Garantiefonds für Reisen und Tourismus beigetreten. Sollten Reisenden aufgrund der Insolvenz von Tourlane Leistungen verweigert werden, können sie sich über die folgenden Kontaktdaten an die für die Inanspruchnahme des Garantiefonds zuständige Stelle – Turismo de Portugal, I.P. – wenden: Rua Ivone Silva, Lote 6, 1050-124 Lissabon; Tel. 211 140 200; info@turismodeportugal.pt

Der Text des portugiesischen Gesetzesdekrets Nr. 17/2018 vom 8. März 2018, mit dem die Richtlinie (EU) 2015/2302 in Portugal umgesetzt wurde, ist auf der Website des „Diário da República“ unter https://diariodarepublica.pt/dr/home in der Ausgabe Nr. 48/2018, Reihe I vom 08.03.2018 abrufbar.

Kostenlose Planung

In nur 30 Minuten zum personalisierten Reiseplan – ohne versteckte Kosten.

Maßgeschneidert

Über 50 Länder, abgestimmt auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse.

Expertenberatung

Persönliche Assistenz für eine reibungslose Buchung und Planung.

Rundum-Komfort

Ausgezeichneter Kundensupport auf jeder Reiseetappe.