

Vulkane, Nordlichter, heiße Quellen – Island zu jeder Zeit des Jahres erleben
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Thor Hannesson
Reiseexperte für Island
Aktualisiert am 27.07.2026
Grundsätzlich gilt: Island ist gar nicht so kalt wie man denken würde. Durch den Einfluss des Golfstroms ist das Klima recht mild. Aber als die beste Zeit für eine Island Reise können die Sommermonate angesehen werden, also die Monate Juni, Juli und August sowie der frühe September. Dann sind mit durchschnittlich 12 bis 15 °C die Tagestemperaturen auf der Insel am höchsten und die Tage am längsten. Da es in den Sommermonaten zudem weniger regnet, sind die Bedingungen ideal, um Island mit seinen landschaftlichen Schönheiten zu erkunden. Genau diese guten klimatischen Bedingungen, sowie die Sommerferien als Hauptreisezeit, machen die Sommermonate in Island zur Hochsaison.
Doch auch in der dunklen Jahreszeit kommen Besucher auf ihre Kosten, dann sind die Tage zwar kurz, dafür erlebt man Island von seiner romantischen Winterseite und hat die Chance auf eine Sichtung der Nordlichter.
Empfohlene Reisezeit: Juni - Anfang September.
Aktivitäten: Die Sommermonate eignen sich besonders für Aktivitäten wie Wandern und Walbeobachtungen, während die Wintermonate ideal sind, um Nordlichter zu erleben.
Wichtige Feiertage: Islands Nationaltag (17. Juni).
Zu beachten: Island liegt in einer seismisch aktiven Zone. Es kann zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommen.
In der Tabelle sind Durchschnittswerte dargestellt, die auf den Klimadaten von Reykjavik, der Blauen Lagune und des Golden Circles basieren.
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Auch wenn Island die Insel aus Eis und Feuer genannt wird, sind die Wetterverhältnisse durch die Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken und den Golfstrom recht mild. Unter -3 °C fallen die Temperaturen selten, dafür regnet es öfter. Im Frühjahr sorgt die Schneeschmelze ab und an für Überschwemmungen. Im Sommer herrschen durchschnittlich etwa 15 °C am Tag – ideales Wetter für Wanderungen und Roadtrips. Ab September ist es wieder ruhiger auf der Insel und die Temperaturen sind noch immer mild.

Frühling in Island ist eine Zeit für Naturliebhaber und Individualisten. Zwischen April und Mai sind weniger Besucher auf der Insel, die Sehenswürdigkeiten sind also ganz entspannt zu besichtigen. Nachdem die Schneeschmelze eingesetzt hat, erwacht die Natur. Moose und Flechten grünen und Wiesen verwandeln sich in Blütenmeere. Außerdem kündigen die Zugvögel, die nun auf die Insel kommen, den nahenden Frühling an. Für Naturfans kann der Frühling also durchaus die beste Jahreszeit für Island sein.

Auch wenn es in Island im Sommer nicht heiß wird, sind die Temperaturen von Mai bis August mild. Bei durchschnittlich 12 bis 15 Grad und wenig Regen ist der Sommer die beste Reisezeit für Island. Das Wetter ist perfekt zum Wandern, auch in den höheren Lagen. Ab Juni sorgt die Mitternachtssonne für 24 Stunden Tageslicht. Somit können die langen Tage für ausgedehnte Roadtrips über die Insel genutzt werden. Im Juli und August ist Hochsaison, dann ist die Insel gut besucht.

Im Herbst kann es in Island noch sehr mild sein. Die Hochsaison ist ab Ende August vorbei und es wird wieder ruhiger auf der Insel. Wenn sich die Insel in herbstliche Farben hüllt, ist die perfekte Reisezeit für Island und ausgedehnte Naturerkundungen wie im Þingvellir-Nationalpark. Auch die Chance auf Sichtung der Polarlichter steigen! Im Herbst muss man auch mit Regen und zunehmend kühlen Temperaturen rechnen. Doch diese Tage verbringt man dann entspannt in heißen Quellen oder vor dem Kamin.

Für diejenigen, denen Minusgrade nichts ausmachen und die gerne Gletscher und Schnee sehen möchten, ist der Winter eindeutig die beste Reisezeit, um Island zu entdecken. Auch wenn die Tage sehr kurz sind, sorgen die bunt geschmückten Häuser und Straßen für gemütliche Stimmung. Der Winter ist außerdem die ideale Zeit, um in den heißen Quellen zu entspannen. Bei eisigen Temperaturen können zudem die Eishöhlen unterhalb des Vatnajökull-Gletschers besichtigt werden! Für die meisten sind aber ganz klar die Nordlichter der Höhepunkt dieser Jahreszeit.
Erstellen Sie mit den Tipps unserer Reiseexperten Ihre perfekte Reise zur besten Zeit. Ob zum Wandern, zum Nordlichterbestaunen oder für den Roadtrip – mit unseren Empfehlungen wissen Sie, was wann in Island am besten möglich ist.

Die Monate zwischen Mai und August sind die beste Reisezeit für Reykjavik. Dann ist es mild und lange hell. So kann man die Zeit in der Hauptstadt Islands am besten für Sightseeing oder Erkundungstouren nutzen und dank der Mitternachtssonne wortwörtlich die Nacht zu Tag machen. Doch auch wenn es kalt ist oder regnet: In Reykjavik gibt es genügend Indoor-Möglichkeiten wie Museen und Cafés, um sich eine tolle Zeit zu machen.

Die berühmte Blaue Lagune ist ein Reiseziel für das ganze Jahr. Doch egal, zu welcher Jahreszeit man nach Island reist, die beste Zeit für den Besuch der Blauen Lagune ist am Abend. Im Sommer lässt sich dann die Mitternachtssonne bewundern, im Winter bekommen Sie mit etwas Glück die Polarlichter zu sehen. Der Vorteil im Winter ist, dass außerhalb der Hauptsaison weniger los ist. Dann lässt sich das Bad noch besser genießen.

Die beste Reisezeit, um den Golden Circle zu erkunden, ist grundsätzlich im Sommer. Dann ist das Wetter meist gut und alle Sehenswürdigkeiten sind gut erreichbar. In diesen Zeitraum fällt die Hauptsaison im Juli und August. Dann ist es am wärmsten und die Tage sind am längsten, doch dafür muss man mit vielen Mitreisenden rechnen. Im Winter sind die Tage deutlich kürzer, doch dafür haben Sie die Chance, Nordlichter zu sehen. Außerdem sind nun weniger Touristen unterwegs und die Preise niedriger.


Thor Hannesson
Reiseexperte für Island


Thor Hannesson
Tourlane Reiseexperte für Island

Eine Reise nach Island im Januar bedeutet, die Zeit zu wählen, in der die Nächte am dunkelsten sind. Gleichzeitig ist dies jedoch auch der Zeitraum, in dem die Nordlichter am besten sichtbar sind. Island im Februar bietet ähnliche Bedingungen – mit guten Möglichkeiten, Polarlichter zu beobachten und entspannende Stunden in wohltuenden heißen Quellen zu verbringen. Island im März bietet zunehmend längere Tage und ermöglicht erste Walbeobachtungstouren zu den Orcas vor der Halbinsel Snæfellsnes.
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Island im April markiert den Übergang zu längeren Tagen und zu einer Insel, die langsam wieder zum Leben erwacht. Eine Reise nach Island im Mai ermöglicht es Ihnen, eine noch wenig besuchte Insel zu erleben – mit wunderschönen grünen Landschaften und günstigeren Unterkünften. Im Juni ist das Wetter ideal für einen ersten Besuch auf Island: Die Zeit der Mitternachtssonne beginnt, und die Straßen werden wieder zunehmend zugänglich, sodass ausgiebige Erkundungstouren möglich sind.
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Eine Reise nach Island im Juli bedeutet, den sonnigsten, aber auch meistbesuchten Monat zu wählen: Die F-Straßen im Hochland sind vollständig geöffnet, die Wale sind rund um Húsavík anzutreffen, und alle Wanderwege sind zugänglich. Island im August erfordert eine frühzeitige Buchung von Unterkünften, Mietwagen und Aktivitäten, um bessere Preise und eine gute Verfügbarkeit zu sichern. Eine Reise nach Island im September bietet das beste Gleichgewicht zwischen Preisen, Verfügbarkeit und den Wetterbedingungen vor Ort.
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Eine Reise nach Island im Oktober bietet Ihnen eine ruhige Zeit vor Beginn des Winters. Sie können die ersten Nordlichter erleben, ohne die extreme Kälte von Januar und Februar zu spüren. Island im November markiert den Beginn der kurzen Tage. Die Tage werden kürzer, das Wetter wird wechselhafter, aber es ist eine ideale Zeit für Nordlichter und entspannende Aufenthalte in heißen Quellen. Eine Reise nach Island im Dezember ermöglicht es Ihnen, die Wintersonnenwende zu feiern und eine einzigartige Wintererfahrung zu erleben. Beachten Sie jedoch, dass die Straßenverhältnisse schwierig sein können.
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Die beste Zeit, um eine Familienreise nach Island mit einer Kreuzfahrt zu verbinden, ist eindeutig der Sommer. Sie profitieren von einem milden Klima mit wenig Regen sowie von der Mitternachtssonne, die lange Tage für Erkundungen vor Ort ermöglicht. Wenn Sie mit kleinen Kindern die touristische Hochsaison vermeiden möchten, eignen sich besonders die Monate Juni und September. Sie bieten die gleichen Vorteile wie der Sommer, jedoch mit weniger Besuchern und etwas niedrigeren Preisen.
Mein Expertentipp: Für eine Familienkreuzfahrt ist der September ideal. Sie haben die Möglichkeit, die ersten Nordlichter zu sehen, und einige Kreuzfahrtanbieter bieten zu dieser Jahreszeit bereits kombinierte Ausflüge zur Walbeobachtung und zu den Nordlichtern an.

Ein Wellness- und Thalasso-Aufenthalt in Island ist das ganze Jahr über möglich. Wenn Sie dies jedoch mit der Beobachtung von Nordlichtern verbinden möchten, sollten Sie zwischen September und März reisen, da der Himmel in dieser Zeit dunkel genug ist, um sie sehen zu können. Diese Jahreszeit eignet sich auch ideal, um die heißen Quellen zu genießen – der Kontrast zwischen der eisigen Kälte draußen und dem warmen Wasser ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Meine Empfehlung: Der Oktober ist besonders reizvoll, da noch das Licht des Herbstes vorhanden ist und die ersten Nordlichter beginnen, am Himmel sichtbar zu werden.

Für einen Roadtrip durch Island kann der Winter schwieriger sein. Einige Straßen werden aufgrund von Regen oder Schnee unpassierbar, während im Sommer die Bedingungen ideal sind, um die Insel mit dem Auto zu erkunden: milde Temperaturen, geringe Niederschlagsmengen und deutlich längere Tage. Um abseits der bekannten Wege unterwegs zu sein und die beeindruckende Natur Islands in vollen Zügen zu genießen, empfehlen wir die Monate Juni und September. Diese sind weniger stark besucht und bieten gleichzeitig gute Wetterbedingungen für Erkundungen.

Wenn Sie eine Wanderung mit einer Walbeobachtung verbinden möchten, liegt die ideale Reisezeit zwischen Juni und September. In dieser Zeit versammeln sich Tausende von Walen in den Gewässern rund um Island, während die Temperaturen mild sind und nur wenige Niederschläge auftreten. Die Ausflüge starten von mehreren Orten aus: im Westen von Snæfellsnes und Reykjavík sowie im Norden von Húsavík – der selbsternannten Hauptstadt der Walbeobachtung – oder auch von Akureyri. Außerdem können Sie im Juni und Juli die Mitternachtssonne nutzen, um lange Ausflüge und Wanderungen zu unternehmen.
Mein Expertentipp: Bevorzugen Sie für die Walbeobachtung in Húsavík Ausfahrten am späten Nachmittag. Meist sind dann weniger Menschen an Bord, Sie genießen ein beeindruckendes Licht und haben die gleichen Chancen, Wale zu sehen wie tagsüber.
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| Jan | Feb | März | Apr | Mai | Juni | Juli | Aug | Sept | Okt | Nov | Dez | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Temperaturen in °C | 2 | 3 | 3 | 6 | 10 | 12 | 14 | 14 | 11 | 7 | 4 | 3 | |
| Min. Temperaturen in °C | -2 | -2 | -2 | 1 | 4 | 7 | 9 | 9 | 6 | 2 | 0 | -2 | |
| Sonnenstunden pro Tag | 1 | 2 | 4 | 9 | 10 | 6 | 6 | 5 | 4 | 3 | 1 | 1 | |
| Regentage pro Monat | 14 | 13 | 15 | 12 | 11 | 12 | 12 | 13 | 13 | 16 | 13 | 15 | |
| Wassertemperatur in °C | 7 | 6 | 6 | 6 | 7 | 8 | 10 | 10 | 9 | 8 | 7 | 7 |